Parodontose und Parodontitis - Zahnarzt-Tipps & Antworten

Lexikon « Wissenswertes über Parodontose

Parodontose

Wenn wir im Volksmund über Parodontose sprechen, handelt es sich dabei eigentlich immer um eine Parodontitis. Bei der Parodontose geht der Zahnbettschwund in erster Linie vom Knochen aus. Das Bindegewebe und Zahnfleisch folgen. In der aktuellen wissenschaftlichen Literatur wird der Begriff Parodontose vorwiegend unter historischen Gesichtspunkten erwähnt.

Parodontitis

Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontium) und kann mit einer weitgehend irreversiblen, also nicht mehr umkehrbaren Zerstörung enden. Meist wird sie durch Plaque (Zahnstein) ausgelöst, was auch mit der Folge von Zahnverlust einhergeht. Den Zahnhalteapparat kann man sich als Verankerungssystem des Zahns vorstellen der aus Zahnfleisch (Gingiva), Zahnzement, Zahnfach (Alveole) und der Wurzelhaut besteht.



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Kosten Parodontosebehandlung

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Hallo, ich hatte im März eine Parodontosebehandlung (offene Kürettage) und Laser.Die Zahnärztin meinte nur,daß ich sehr aggressive Keime habe,aber Antibiotikum keinen Sinn macht?Das hat mich schon...

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Das muss ich aber auch sagen! Ich bin gewiss niemand, der gerne mit Antibiotika ...
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Praxis Carmen K. Emmerich

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Parodontosebehandlung -Loslegen oder 2. Meinung

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Hallo, ich bin seit mehreren Monaten bei einem Zahnarzt (der auch Facharzt für Parodontologie ist) wegen starker Parodontose in Behandlung. Ich weiß und bekam bestätigt, dass es nicht an mangelnder...

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Die mikrobiologische Untersuchung hat den Vorteil, dass Ihre speziellen Keime ge...
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Dr. Beatrix Lenz, Ästhetische Zahnmedizin u. Laserbeh. - Dr. Beatrix Lenz - Angstzahnärztin

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Lasermedozin Parodontose

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Guten Abend, als KASSENPATIENT habe ich mir einen Vortrag über die Behandlung von Zahnfleischentzündungen/Parodontitis mittels einer Therapie mit dem A.R.C.-Laser angehört, da ich zeitweise im Ber...

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Es gibt in der Medizin nahezu nichts, was nicht von irgendwem irgendwann in Frag...
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Dr. Wolfgang Riedling - Zahnarzt und Zahntechniker

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Parodontose erkennen und heilen - Interview

Ein Fachartikel von Praxis Dr. Burg, Dr. Schmelzer und Partner aus Idar-Oberstein


Was ist Parodontose?
Bei der Parodontose handelt es sich um eine Erkrankung des Zahnhalteapparates und damit des Gewebes was den Zahn in der Mundhöhle umgibt. Das heißt: Zahnfleisch und darunterliegender Kieferknochen. Beim gesunden Menschen sind die Zähne mit Ihren Wurzeln fest verankert. Leider ist dies eine Minderheit. Bei über 80% unserer Bevölkerung liegt eine Erkrankung des Zahnfleisches vor. Damit zählt die Parodontose neben Karies zur Volkskrankheit Nr. 1
Woran kann ich merken ob ich Parodontose habe?
Sie können es dadurch merken, dass ihr Zahnfleisch ab und zu blutet und das nicht nur beim Zähneputzen sondern auch spontan beim sprechen oder essen kleinere Blutungen auftreten. Man sieht auch, dass das Zahnfleisch geschwollen und dunkelrot verfärbt ist. Das ist ein Alarmsignal, was von vielen Menschen leider einfach so hingenommen wird. Wenn man in diesem Stadium die Erkrankung aber nicht erkennt, dann kann sie sehr heimtückisch und schleichend fortschreiten und lange Zeit unbemerkt verlaufen, da oft lange keine Schmerzen auftreten. Im weiteren Verlauf bildet sich dann nicht nur das Zahnfleisch zurück, sondern auch der darunterliegende Knochen, der ja die Zahnwurzel hält. Folglich fangen die Zähne dann irgendwann an zu wackeln und gehen verloren oder fallen aus.
Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist, dass man oft eine Überempfindlichkeit an den Zähnen feststellt. Damit meine ich, dass man bei heißen und kalten oder bei süßen oder sauren Speisen ein heftiges Ziehen, ähnlich einem Nervenschmerz, empfindet.
Drittes Erkennungszeichen ist auch ein unangenehmer Mundgeruch, den man ja oft selbst gar nicht wahrnimmt sondern nur die Mitmenschen mitbekommen. Ganz wichtig in allen Fällen, lassen Sie sich bei Ihrem Zahnarzt einen Vorsorgeuntersuchungstermin geben.
Wie kann denn so etwas in Deutschland bei dem medizinischen Standard vorkommen?
Ja das ist eine gute Frage. Meines Erachtens liegt es unter anderem daran, dass die Zahngesundheitsvorsorge auch Prophylaxe genannt, erst in den letzten Jahren in Deutschland an Bedeutung gewonnen hat und dass der Krankheit Parodontose nicht soviel Beachtung geschenkt wurde. Erst in den letzen Jahren haben sich einige Zahnärzte durch Zusatzstudium ganz auf die Behandlung der Parodontose-Erkrankungen spezialisiert. Man erkennt diese Zahnärzte an der Zusatzbezeichnung Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie.
Bei uns in der Praxis beschäftigen sich alleine zwei Spezialisten besonders mit diesem Krankheitsbild und der Aufklärung der Bevölkerung.
Denn die Parodontose ist ja eine Infektionserkrankung. Es ist für mich daher besonders wichtig darüber zu informieren, dass diese Erkrankung ja auch ansteckend ist. Das heißt: Sie können diese Bakterien und Keime an Ihren Lebenspartner und auch an ihre Kinder übertragen.
Was bedeutet das?
Das bedeutet dass Sie wenn Sie an Parodontitis erkrankt sind ein deutlich höheres Risiko haben einen Herzinfarkt zu bekommen. Schwangere haben ein erhöhtes Risiko eine Frühgeburt zu erleiden. Auch bei Diabetikern kann sich eine Parodontalerkrankung sehr negativ auswirken. Eine unbehandelte Parodontitis belastet also den gesamten Körper. Die Erreger können über die Blutbahn den gesamten Organismus und die Organe schädigen. Dieses Gesundheitsrisiko wird häufig unterschätzt.
Ist denn Parodontose eine Veranlagung oder was sind die Ursachen?
Teilweise Veranlagung, ja – die Hauptursache der Krankheit ist jedoch ein bakterieller Zahnbelag, der aber oft in Kombination mit zahlreichen persönlichen Risikofaktoren das Krankheitsbild erst auslöst. Zu diesen Risikofaktoren zählen zum einen das Rauchen, dann Hormonveränderungen, Diabetes, Immunerkrankungen und auch genetische Faktoren.
Wie kann ich denn als Patient sicher sein, dass ich keine Parodontose habe?
Zum einen ist ganz wichtig dass Sie regelmäßig ihre Vorsorgeuntersuchung bei Ihrem Zahnarzt wahrnehmen und darüber hinaus gibt es professionelle Früherkennungstests mit denen sich die Parodontitis sicher feststellen lässt. Unter anderem z. B. sog. Keimtests und genetische Tests, die in auf Parodontologie spezialisierten Praxen häufig angewandt werden.
Was muss denn gemacht werden, wenn bei mir eine Parodontose festgestellt wird? Kann man das behandeln?
Auf jeden Fall kann man die Parodontose behandeln. Wichtig ist dass ein systematisches Behandlungskonzept angewandt wird. An erster Stelle steht ein ausführliches Beratungsgespräch in Verbindung mit einer Voruntersuchung. Zahnfleischtaschen werden gemessen und die individuelle persönliche Situation wird analysiert. Nach Abschluss der Diagnostik (Untersuchung) erhält der Patient eine ausführliche Dokumentation über den vorgesehenen Behandlungsablauf.
Wie sieht die Behandlung konkret aus?
Die Behandlung gliedert sich in 3 Abschnitte: Erster Schritt die Vorbehandlung, dann folgt die eigentliche Parodontitisbehandlung und der dritte Schritt besteht in der Nachsorge.
Wie sind denn die Erfolgsaussichten, wenn ich mich einer solchen Behandlung unterziehe? Bin ich dann geheilt?
Die Erfolgsaussichten sind sehr gut und die Behandlung führt in der Regel zur Heilung. Nach Abschluss der Therapie sind ganz selten kleine Nachkorrekturen notwenig. Allerdings muss man dazu sagen, da es sich um eine chronische Erkrankung handelt ist es wie beim Diabetes auch, es ist eine lebenslange Nachsorge notwenig. Je nach persönlichem Risikoprofil ist ein speziell von uns entwickeltes Nachsorgeprogramm 2 bis 4 Mal pro Jahr erforderlich um das erzielte Behandlungsergebnis stabil zu erhalten. Damit können Sie sicherstellen, dass Sie Ihre eigenen Zähne behalten können. Sie schützen somit sich, Ihre Kinder und Partner vor Zahnverlust. Damit bauen Sie ein Schutzschild für Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch auf und vermeiden auch den oft so unangenehmen Mundgeruch. Sie haben saubere Zähne und ein gesundes Zahnfleisch und erleben Wohlbefinden im Mund.
Kann ich auch Implantate bekommen wenn ich Parodontose hatte?
Ja selbstverständlich, wenn die Parodontosebehandlung erfolgreich abgeschlossen ist, steht einer Implantatversorgung nichts im Wege.
Können auch Kinder an Parodontose erkranken?
Ja es gibt besonders aggressive Bakterienarten die auch schon im jugendlichen Gebiss massive Schädigungen hervorrufen können. Besonders in diesen Fällen ist eine sofortige weitergehende Diagnostik und Therapie dringend erforderlich um den drohenden Zahnverlust zu vermeiden.
Entsteht Parodontose auch durch falsche Ernährung?
Nein, die Zeiten sind zum Glück vorbei. Zu mindestens in unseren Breitengraden ist selbst bei einer unausgewogenen Ernährung sind genügend Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente in der Nahrung enthalten, davon fallen keine Zähne aus, darüber brauchen Sie sich keine sorgen machen.
Was passiert, wenn der Knochen schon weg ist – wächst er wieder nach?
Das tut er leider in der Regel nicht oder nur in einem ganz geringen Masse. Allerdings verfügen wir über Methoden die den Wiederaufbau des Knochens mit Hilfe von sog. Knochenersatzmaterialien unterstützen. Somit können wir auch in solchen Fällen eine Verbesserung des Zustandes schaffen und die Knochenbildung anregen. Durch diese regenerativen Maßnahmen können auch lockere Zähne wieder fester im Kiefer verankert werden.
Man hört immer so viel über Laserbehandlung, geht das auch bei Parodontose?
Ja, wir haben bei uns in der Praxis einen Laser, der speziell für Parodontosebehandlungen entwickelt wurde. Man kann mit Hilfe des Lasers die Bakterien in der Tiefe der Zahnfleischtaschen besonders gründlich und effizient beseitigen.
Ist eine Parodontosebehandlung denn sehr schmerzhaft?
Das ist erfreulicherweise nicht der Fall. Das Zahnfleisch wird in der Regel örtlich betäubt, so dass Sie von der eigentlichen Behandlung gar nichts mitbekommen und das eigentlich gar nicht spüren. Bei ganz umfangreichen Behandlungen oder auf besonderen Wunsch des betroffenen Patienten haben wir in unserer Praxis auch die Möglichkeit mit unserem Anästhesistenteam verschiedene Formen der weitergehenden Betäubung anzuwenden. Z.B. gibt es die Möglichkeit eine sog. Schlafspritze zu geben. Hierbei befindet man sich in einer Art Dämmerzustand und bekommt von der eigentlichen Behandlung so gut wie gar nichts mit. Des Weiteren haben wir auch die Möglichkeit eine Vollnarkose zu machen.
Parodontose und Arbeit – Falle ich da aus oder bin ich krankgeschrieben?
Nein, das ist in der Regel gar nicht erforderlich. Die Vor- und Nachbehandlungen dauern jeweils etwa 1 Uhr und sind völlig unbelastend und können in den Tagesablauf bequem integriert werden. Die aktive Behandlungsphase beschränkt sich in der Regel auf einen Tag, Die Behandlungsdauer liegt je nach umfang zwischen 30 Minuten bis zu 2 Stunden. Sie sind danach auch wieder fit. Wir empfehlen jedoch sich an dem Behandlungstag nichts großartiges mehr vorzunehmen.
Dr. Désirée Burg in Radio Idar-Oberstein 87.6

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Vorbehandlung Parodontose

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Wer hat das gesagt und welche Art von Vorbehandlung war gemeint? Die aus D-Mark-...
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DA steht nirgnd wo etwas von Invisalign......
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Dr. Stefan Klaas Zahnarzt im Kreis Böblingen

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Dr. Beatrix Lenz, Ästhetische Zahnmedizin u. Laserbeh. - Dr. Beatrix Lenz - Angstzahnärztin

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Parodontose

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Was passiert mit der Zahnwurzel, wenn ein Zahn durch Parodontose ausfällt? Fällt sie mit raus?...

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Parodontose-Behandlung

Patientenfrage gestellt: vor 4 Monaten letzte Antwort: vor 4 Monaten
Sehr geehrte Damen und Herren Ich wohne in Köln und muß dringend meine Parodontose behandeln lassen. Meine Frageen: Wer und wo in Köln führt diese Behandlung durch? Wie wird behandelt?...

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Dr. Rainer Ostermaier, TTS Implantologie, Kieferorthopädie

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Parodontose

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Seit fast drei Monaten habe ich sehr starke Zahnschmerzen.Ich weiß das ich starke Parodontose habe denn einzelne Zähne sind schon locker.Habe aber panische Angst wieder zum Arzt zu gehen.Ist es mög...

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Leider wird heute immer noch zu häufig achtlos Antibiotika während der zahnär...
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Bin in der Parodontose-Behandlung

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Ich befinde mich gerade in der Behandlung, was sehr kostenspielig ist, eine Zusatzversicherung habe ich nicht. Noch nicht. Daher meine Frage: wenn die Behandlung abgeschlossen ist, dann heißt es ja n...

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Sandra Müller-Angstzahnärztin-München

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Meine Frau ist ängstlich und möchte sich in Vollnarkose behandeln lassen.Wo macht man das ?...

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Parodontose

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Dr. Dirk Haubold

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Parodontosebehandlung (Kürettage)

Patientenfrage gestellt: vor 9 Monaten letzte Antwort: vor 9 Monaten
gibt es eine Alternative zur Kürettage...

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Tre Dento - Fachzahnarztpraxis Frankfurt

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Die Parodontitis kann genauso wie Karies als Volkskrankheit bezeichnet werden und ist meist im Erwachsenenalter noch vor Karies Ursache für einen Zahnverlust. Es wurde festgestellt, dass ungefähr 50% der Bevölkerung ab dem 35. Lebensjahr unter Zahnfleischproblemen leiden. Man unterscheidet apikale (von der Wurzelspitze ausgehende) und marginale (vom Zahnfleischsaum ausgehende) Parodontitis. Zudem können die beiden auch ineinander übergehen (Paro-Endo-Läsionen). Oft wird Parodontitis nicht beachtet, da sie meist schmerzfrei und dadurch als schleichender Prozess verläuft. Dabei ist eine Früherkennung sehr wichtig, um Folgen der Infektionskrankheit zu verhindern. Wenn man also nicht rechtzeitig eingreift, kann aus der Zahnfleischentzündung (Gingivitis) eine Zahnbettentzündung (Parodontitis) werden. Als Symptom einer Parodontitis geht immer eine Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis) voran. Dies ist auch an rotem und geschwollenem Zahnfleisch zu erkennen, dass bei Berührung blutet. Des weiteren folgt Zahnfleischrückgang und eventuell Mundgeruch sowie ein schlechter Geschmack im Mund. Schmerzen an Zähnen und Zahnfleisch, lange Zahnhälse, Lockerung der Zähne, Knochenabbau bis hin zum Verlust von Zähnen sind letzte Anzeichnen der Parodontitis.

Ursachen der Parodontitis

In der Mundhöhle befinden sich ungefähr 300 verschiedene Bakterienarten. Allerdings ist festzuhalten, dass die wenigsten krankheitserregend sind. Falls sich jedoch diese Bakterien z.B. durch unzureichende Mundhygiene sprunghaft vermehren, bilden diese auf der Zahnoberfläche sowie am Zahnfleischrand einen klebrigen Zahnbelag (Plaque). Plaque führt dann zu einer Entzündung des Zahnfleisches (Gingivitis). Wenn nicht bereits im Anfangsstadium der Entzündung des Zahnhalteapparat und ggf. auch des Kieferknochens ein Zahnarzt aufgesucht wird, ist ein fortschreiten der Entzündung unaufhaltsam. Durch den Angriff von Bakterien und der darauf folgenden Abwehrreaktion des Körpers wird jedoch auch eigenes Gewebe zerstört, dass letztlich zum Verlust von Bindegewebe und Knochen führt. Dabei kommt es zu Zahnfleischbluten, Bildung von Zahnfleischtaschen, zurückweichen des Zahnfleisches und als finale Stufe die Lockerung und Verlust der Zähne.

Vielfältige Risikofaktoren führen zu Parodontitis

Als Hauptursache für die Entstehung von Parodontitis ist der Befall bestimmter Bakterien und die Reaktion des Immunsystems auf diese zu nennen. Im weiteren führt aber erst eine meist unzureichende Mundhygiene in Form von Plaque zu weiteren Problemen.

Unzureichende Mundhygiene - Plaque

Am Anfang steht wie bereits erwähnt unzureichende Munddygiene, der Zahnbelag und Zahnstein verursacht. Somit ist der Grundstein für eine starke Vermehrung von krankheitserregenden (pathogenen) Bakterien gelegt. In diesem Zusammenhang stellt offenes Zahnkaries ebenso ein erhöhtes Risiko dar an Parodontitis zu erkranken.

Parodontitis hervorgerufen durch Stress

Deutliche Auswirkungen auf die Gesundheit des Zahnfleisches und damit auch des Zahnhalteapparates haben Stress sowie besondere Stresssituationen. Gerade unter psychischer Belastung wird die Mundhygiene vernachlässigt. Im Besonderen wird wenig Augenmerk auf die wenig sichtbaren Innenflächen der Zähne gelegt. Dort wird oft mangelhaft geputzt, was die Bildung von Zahnbelag fördert. Durch ein stressbedingtes geschwächtes Immunsystem können sich Bakterien in der Mundhöhle leichter vermehren. Gleichzeitig sinkt im Speichel die Konzentration des wichtigen schützenden Eiweißstoffes (Immunglobulin). Auch unbewusstes Zähneknirschen oder Aufeinanderpressen der Zähne (Bruxismus) kann zu den Risikofaktoren von Parodontitis gehören.

Parodontitis durch Rauchen

Im Allgemeinen haben Raucher ein bis zu sechsfach höheres Risiko an Parodontitis zu erkranken als Nichtraucher.

Parodontitis bei (Vor-) Erkrankungen

Verschiedene Krankheiten beeinflussen den Verlauf einer Parodontitis. Diabetes Mellitus (bei schlecht eingestelltem Blutzuckerspiegel) sowie Krankheiten die Abwehrschwäche betreffend wie z.B.: HIV-Erkrankte haben ein höheres Risiko. Jedoch auch durch eine Medikamente bedingte Abwehrschwäche des Körpers (Chemotherapie, Unterdrückung des Immunsystems bei Transplantationspatienten) zeigt sich ein höheres Risiko an Parodontitis zu erkranken.

Parodontitis - Vorbeugung durch eine ausgewogene Ernährung

Spurenelemente und Vitamine sind für die Versorgung des gesamten Körpers im Rahmen einer gesunden Ernährung verantwortlich. Auch ein unausgewogenes Ernährungsverhalten hat somit Auswirkungen auf das Immunsystem und erhöht auf diesem Wege zudem die Entstehung von Parodontitis.

Parodontitis und deren Auswirkungen auf die Allgemeingesundheit

Parodontitis ist nicht zu unterschätzen und kann schwerwiegende Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit des Körpers haben. Als gesichert gilt ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Herzinfarkten sowie Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Zudem kann unbehandelte Parodontitis das Risiko von Frühgeburten um das siebenfache steigern.

Parodontitis und Schwangerschaft

Gerade in einer Schwangerschaft ist ganz besonders auf eine sorgfältige Mundhygiene zu achten. Durch die schwangerschaftsbedingte Hormonumstellung kommt es zu einer Auflockerung des Bindegewebes mit Anschwellen des Zahnfleisches. Gerade dieser Umstand erleichtert es den Bakterien, leichter in die Tiefe vorzudringen.

Piercings

Piercings an ungünstiger Position angebracht wie z.B. Lippe, Lippenbändchen oder Zunge, zählen ebenfalls zu weiteren Risikofaktoren.

Vererbte Parodontitis

Eine vererbte Neigung (genetische Prädisposition) an Parodontitis zu erkranken ist in Studien bewiesen. Über das Ausmaß derer Einflüsse, ist jedoch noch nichts unbekannt.

Parodontitis Vorbeugen

Um einer Parodontitis Vorzubeugen oder ein Wiederauftreten zu verhindern, soll neben der gründlichen Reinigung mit der Zahnbürste auf eine Pflege der Zahnzwischenräume mit Zahnseide und auf eine Entfernung der Beläge auf der Zunge geachtet werden. Zudem sollte eine regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt inklusive einer professionellen Zahnreinigung mindestens alle 6 Monate erfolgen.

Diagnose und Therapiekonzept der Parodontitis

Bei jeder zahnärztlichen Untersuchung ist von Patientenseite darauf zu achten, dass in erster Linie die Qualität der Mundhygiene abgefragt wird. Besonders dann, wenn man einen ersten Verdacht, Parodontitis betreffend, festgestellt hat. Bei der weiteren Untersuchung sollte der Gesamtzustand des Gebisses, Lockerung der Zähne, Tiefe der Zahnfleischtaschen, und ggf. das Ausmaß des Zahnfleischrückgangs beurteilt werden. Zusatzuntersuchungen wie z. B. Röntgenaufnahmen, mikrobiologische und genetische (zum Ausschluss einer genetischen Neigung) Tests können bei Bedarf durchgeführt werden.

Die Therapie erfolgt in einem sogenannten Stufenkonzept und zielt darauf ab, die Entzündung des Zahnfleisches sowie des Zahnhalteapparates zu beseitigen. Zu Beginn steht hier das Erlernen der richtigen Mundhygiene. Meistens treten Probleme bei der Reinigung vor allem im Bereich der Zahnzwischenräume und der Backenzähne auf. Für diese Regionen gibt es spezielle Hilfsmittel deren Handhabung erlernt werden muss, die der Zahnarzt dem Patienten individuell zeigen sollte. Der Zahnarzt entfernt systematisch sämtliche Bakterien- und Zahnsteinbeläge von den Zähnen der Zahnwurzeloberflächen sowie den Zahnfleischtaschen. In der Regel sind hierfür mehrere Sitzungen nötig. Bei Bedarf wird dieser Vorgang auch unter lokaler Betäubung durchgeführt. In manchen Fällen ist es darüber hinaus sinnvoll, die Behandlung durch Antibiotikagabe zu unterstützen. Wenn das Ziel der Entzündungsfreiheit erreicht ist, die Zahnfleischtaschen geschlossen sind und die Zähne sich wieder gefestigt haben sollte durch richtige und konsequente Mundhygiene und stetige Kontrolle durch den Zahnarzt dieser Zustand bewahrt werden. In sehr fortgeschrittenen Fällen muss zusätzlich ein chirurgisches Vorgehen gewählt werden, um tiefe Taschen zu reduzieren und eventuelle Knochendefekte aufzufüllen.



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