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Zahnarzt
seit april 2006 weiß ich (27) um meine unliebsamen mitbewohner und bin in \"überwachung\". nun mußte ich aus beruflichen gründen nach bonn ziehen und bin auf der suche nach einem zahnarzt. in meiner alten \"heimat\" war es sehr schwer einen zahnarzt zu finden, der mich nicht erst behandeln wollte, nach dem die krankenkasse druck gemacht hatte. habe leider schon sehr diskriminierende äußerungen zu hören bekommen, allein beim versuch einen termin zu vereinbaren, nachdem man das wort HIV in den mund genommen hatte. verschweigen will ich aber meine infektion auch nicht, da es für die anamnese wichtig sein könnte. kann mir bitte jemand einen tipp geben, welcher zahnarzt für mein \"problem\" in frage kommt? dankeschön im voraus
Patientenfrage
gestellt vor 3 Jahren
letzte Antwort vor 3 Jahren
gelesen 5125 mal
Antworten zu HIV positiv! suche Zahnarzt in Bonn
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Praxis Sebastian und Magdalena Stransky , Angst-Zahnärzte
Hallo,
erstmal ein ganz dickes Lob und Anerkennung für ihren Mut, die Erkrankung HIV anzugeben. Dies ist für uns Zahnärzte sehr wichtig, damit wir Vorsichtsmaßnahmen treffen können um uns selbst und unser Personal zusätzlich zu schützen. Leider ist aber das Wissen um diese Krankheit bei vielen Kollegen sehr karg, denn das Ansteckungsrisiko ist wirklich extrem minimal. Leider müssen sie heute noch mit dieser Diskriminierung rechnen, aber glauben sie mir: es gibt auch sehr gut ausgebildete Kollegen, die genau das wissen. Und ich bin mir sicher, wenn sie im Forum nach Kollegen in ihrer Nähe suchen werden sie auch einen finden, der das genauso sieht. Gruß
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topDentis Cologne - Armin Safavi-nab Angstzahnarzt Köln
Hallo,
auch von mir meinen vollen Respekt. Ich freue mich über jeden Patienten der so mit seinen \"Mitbewohnern\" umgeht, denn es ermöglicht uns doch den Schutz unseres Teams und auch der anderen Patienten optimal zu gewährleisten. Grundsätzlich ist die Möglichkeit der Übertragung beim Zahnarzt sehr gering, schützen wir uns doch bereits sehr optimal. Falls Sie keinen meiner Kollegen mit Ihrer offenen Art begeistern können...Köln ist immer eine Reise Wert :-) mfg
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auch von mir meinen vollen Respekt. Ich freue mich über jeden Patienten der so mit seinen \"Mitbewohnern\" umgeht, denn es ermöglicht uns doch den Schutz unseres Teams und auch der anderen Patienten optimal zu gewährleisten. Grundsätzlich ist die Möglichkeit der Übertragung beim Zahnarzt sehr gering, schützen wir uns doch bereits sehr optimal. Falls Sie keinen meiner Kollegen mit Ihrer offenen Art begeistern können...Köln ist immer eine Reise Wert :-) mfg
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Dr. Stefan Klaas Zahnarzt im Kreis Böblingen
Guten Tag!
Ich weiss nicht, wie schwierig es für Sie ist, nach Köln zu kommen, aber auch die Universitäts-Zahnkliniken (gibt es auch in Bonn http://www.zahnerhaltung.uni-bonn.de/haupt.html) können sich angemessen um Sie kümmern.
Mit freundlichem Gruss
Dr. Stefan Klaas
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Praxis Cornelia Köhler / Renate Fiedler
Ich kann mich meinen Kollegen nur anschließen.
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Hallo! Ich bin selbst HIV positiv und habe meinen Zahnarzt über die Infektion informiert, damit er die Behandlung und die notwendigen Medikamente an die HIV-Medikation anpassen kann. Bisher ist noch KEIN Fall bekannt, wo es eine Infektion in einer Zahnarztpraxis gegeben hat. Jedenfalls keine, wo die Hygienemaßnahmen eingehalten wurden!!! Die Begründung, Hygienemaßnahmen zum Schutze des Arztes und des Personals vorzunehmen zu können, sind für mich eher ein Hinweis, dass womöglich die Hygienemaßnahmen nicht strikt eingehalten werden. Eine solche Praxis würde ich nicht aufsuchen. Auch sollten Arztpraxen, die HIV-Infizierte nicht behandeln der Kammer und der Aids-Hilfe gemeldet werden! Jedem Arzt sollte klar sein, dass nicht jeder HIV-Infiziete von seiner Infektion weiß! Lieber Gruß
auf diese Rückfrage antwortentopDentis Cologne - Armin Safavi-nab Angstzahnarzt Köln
Vollkommen richtig erkannt.
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Sandra Müller-Angstzahnärztin-München
auch meine hochachtung! ich habe noch nie einen hiv patienten abgelehnt, weil ich es für absoluten schwachsinn halte, wie bereits gesagt, die ansteckungsgefahr ist sehr gering bspw. im gegensatz zur hepatitis C ansteckungsgefahr.
@herr zadow: es geht um zusätzliche hygienische maßnahmen die laut richtlinien ausgeführt werden sollen bei infektionspatienten, das hat nichts mit mangelhafter praxishygiene zu tun, aber dennoch sind wir praxisbetreiber dazu verpflichtet unser personal zu schützen, und natürlich auch andere patienten. dafür gibt es richtlinien an die man sich auch hält. wir zumindest tun dies.
ich sags auch noch mal: köln ist sicherlich eine reise wert, sie sehen ja, kollege safavi empfängt Sie mit offenen armen!
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Hallo Frau Müller, vielen Dank für die nette Einladung. Wie ich bereits sagte, habe ich einen Zahnarzt, der von mir informiert wurde. Ich wollte lediglich darauf aufmerksam machen, dass nicht die Hygienemaßnahmen der Grund sein sollte, mitzuteilen, dass man HIV-Pistitiv ist. Vertrauen sollte der Grund sein. Vertrauen darin, medizinisch gut behandelt zu werden, keine Probleme mit Wechselwirkungen bei Medikamenten zu bekommen und sich gegenseitig menschlich zu akzeptieren. Nur so kann sowohl das Praxisteam, der Arzt und der Patient ausreichend sicher behandelt werden. Lieber Gruss Jörg Zadow
auf diese Rückfrage antwortenSandra Müller-Angstzahnärztin-München
ich stimme Ihnen 100% zu herr zadow! jeder patient egal mit welcher vorgeschichte, mit welchen begleitumständen auch immer, hat das recht auf einen menschlich korrekten und eine medizinische gute behandlung. ich hoffe inständig, dass kein patient aufgrund seiner erkrankung, seiner herkunft, seiner hautfarbe usw. eine diskriminierung erfährt...ich honoriere es sehr, dass meine patienten nicht aus angst verschweigen HIV infiziert zu sein o.ä.; damit sollte man in unserer gesellschaft umgehen können, es gibt keinen grund für berührungsängste
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Dr. Stefan Klaas Zahnarzt im Kreis Böblingen
Dem können wir sicher alle nur zustimmen!
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topDentis Cologne - Armin Safavi-nab Angstzahnarzt Köln
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Dr. Stefan Klaas Zahnarzt im Kreis Böblingen
Danke für die Zustimmung zur Zustimmung!
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Hallo Zusammen ! Ich bin selber seit ca.16 Jahren HIV+ und habe mich in meiner Lehre als Zahntechiker angesteckt. Leider wird dieses nicht anerkannt bei der Berufgenossenschaft. Ich hatte leider nicht die Möglichkeit mich zu schützen und kann nur jedem Raten Handschuhe und Desinfektionsmittel zunutzen. Auch der Zahntechniker kommt mal mit den Pat´s in Berührung und somit auch mal mit Blut, die Abdrücke, die gerade frisch genommen sind, sind auch nicht ungefählich. Aber das ist nicht mein Thema. Durch meine Erkrankung und mein Wissen über die Zahnmedizin, ist in mir eine ganz Große Angst zustande gekommen. Ich kann einfach vor Scharm nicht zum Zahnarzt gehen. Da ich ihn a.) Verstehe was er sagt. b.) mir es mehr als Peinlich ist, das ich als Zahntechiker, Zähne habe die gerade nach und nach einfach abbrechen. Ich denke mir das viele Fatoren dabei eine Rolle spielen. Wie eine Fazialisparese und den starken Mineralverlust durch eine sehr starke Krankheit die ich hatte. Gibt es einen Zahnarzt der mir die Angst nehmen kann und mich behalden mag ohne komisch und mir peinliche fragen zustellen? Das wäre Toll
auf diese Rückfrage antwortentopDentis Cologne - Armin Safavi-nab Angstzahnarzt Köln
Hallo,
Ich denke schon das es den gibt. Nur denke ich sollten Sie ofen mit Ihrer Grunderkrankung umgehen. Peinlice fragen sollten sein, wenn sie medizinisch sinnvoll sind, denn das gehört nun mal zu einer umfassenden Anamnese dazu. Blöde Bemerkungen sollte man sich natürlich sparen, was aber leider immer noch nicht die Norm ist. Sie sollten sich auf jeden Fall in zahnärztliche Betreuung begeben. Nur Mut... die meissten von uns sind nett. mfg
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Sandra Müller-Angstzahnärztin-München
scham und angst müssen Sie nicht haben. Es gibt eine menge zahnärzte die Sie mit offenen armen empfangen und sich dümmliche kommentare ersparen. Mir ist doch ein patient lieber, der offen mit seiner erkrankung umgeht als einer der sie mir verschweigt. das honoriere ich auch entsprechend. ich denke, das sehen viele kollegen genauso! nur mut!
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Zahnärzte-Team für Ästhetische Zahnmedizin - Ulrich Walle
hallo,
scham müssen Sie nicht haben, denn als zahntechniker haben Sie ja selbst gesehen, wieviele menschen mit kaputten zähnen herumlaufen, und sehr viele davon eben genau aus dem gleichen grund, wie Sie, der angst. als zahntechniker wissen Sie aber auch, man alles aus kaputten zähnen wieder machen kann. versuchen Sie , einen guten und feinfühligen zahnarzt zu finden, zu dem Sie vertrauen aufbauen können, und lassen Sie die dinge angehen. hiv ist hierfür kein problem.
mfg
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Erstmal Danke für die schnellen Antworten. Ich gehe offen mit meiner Grunderkrankung um, jeder der mich Behandelt muss einfach wissen das ich HIV+ bin.Ich persönlich finde es einfach zu wichtig. Denn ich habe selber erlebt was und wie mit HIV+ umgegangen wird. Als Zahntechniker weiss ich natürlich wie wichtig Zahnhygiene ist. Mein erstes Trauma hatte ich in der Uni Klinik als ich mit den Nebenwirkungen von meiner Faceialisparese dort war und man mich als Mundsau bezeichnet hatte. Später stellte sich dann raus, das ich eine Allergie gegen Diclofenac hatte und mir somit die ganze Gingiva und Speiseröhre verätzt hatte. Es kamen dann Folge Erkrankungen und somit verlohr ich sehr viel Gewicht, in sehr kurzer Zeit. Wieder hatte ich Probleme mit der Gingiva und man konnte oder wollte mir nicht helfen. Jetzt wo die Molaren durch Interdentalkaries zerstört sind und das ohne Schmerzen und ich ausschaue wie eine „Mundsau“ aber keine bin. Ist natürlich diese Scharm und die Angst. Dann ist die frage noch wie ich das ganze Finazieren soll. Denn durch HIV habe ich meinen Job verlohren und bin somit seit 10 Jahren Arbeitslos. Ich weiss das ich was tun muss damit mein Gesundheitszustand weiterhin so gut ist wie er gerade ist, aber durch diese Traumata und diese Angst wieder als abschaum bezeichnet zuwerden ist mir das Unmöglich. Leider gibt es viele HIV+ die nicht so offen damit umgehen und es einfach verschweigen. Als HIV+ sollte man einfach mit offenen Karten spielen, und dem Arzt auch seine Viruslast mitteilen damit er weiss wie er sich schützen kann. Denn HIV heisst nicht sofort Ansteckend.
auf diese Rückfrage antwortenZahnärzte-Team für Ästhetische Zahnmedizin - Ulrich Walle
hallo,
Ihre offene einstellung zur hiv-situation ist korrekt und es ist natürlich ausgesprochen wichtig, dass die hiv+ität auch jedem arzt und zahnarzt benannt wird.
meiner meinung nach sollten Sie jetzt nicht aus eventuellen kostengründen weiterhin nichts unternehmen, sondern die sache angehen. es gibt auch auf kassenbasis genügend ansätze, um Sie erst mal wieder auf einen ´gesunden´ oralen zustand zu bringen.
wichtig ist nur, dass Sie dem neuen zahnarzt ganz offen genau das sagen, was Sie hier beschrieben haben, dann kann er den ersten eindruck von Ihrer zahn- und gingivasituation nicht missverstehen (stichwort: oralsau). es gibt nunmal zu viele leute, die eben tatsächlich keine hygiene betreiben und so kann einer, wie Sie, schon mal in diese schublade geraden. also immer offen sein und kommunizeren, was sache ist.
lassen Sie es jetzt nicht auf sich beruhen, sondern legen Sie stück für stück los, es kann ja nur vorwärts gehen.
mfg
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