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Zahnarzt
Heute bin ich mal wieder meiner Lieblingsbeschäftigung seit letztem Oktober nachgegangen: ich war beim Zahnarzt. Ich hatte auch schon öfter hier im Forum Fragen gestellt. Seit einer umfangreichen Sanierung (ein Zahn entfernt, 5 Zähne Amalgam raus, Tetric rein) von Oktober bis Februar habe ich nur noch Probleme. die Tetric-Füllungen habe ich an zwei Zähnen, wo die Füllung ziemlich tief ging, nicht vertragen vertragen, also Tetric wieder raus, was anderes (was, weiß ich nicht) rein. Die Schmerzen ließen nicht nach, ich hatte auf der ganzen linken Seite ständig starke Schmerzen und habe über Wochen und Monate Ibuprofen genommen. Zwischendurch wurde auf der Seite auch noch unten ein Weisheitszahn gezogen. Sonst war an den Zähnen nichts feststellbar. Es wurde unter den Schmerzmittel teilweise besser, aber nie richtig gut. Dazu hatte ich Schmerzen bist zum Ohr, die eine Neurologien als Trigeminusneuralgie diagnostiziert hat. Ende Juli bin ich über den Notdienst bei einem anderen Zahnarzt gelandet, der erst eine Stunde lang getestet hat, ob die Schmerzen von den Zähnen oder - auch im Zusammenhang mit einem recht ausgeprägten Bruxismus- von der Wirbelsäule kommen. Drei von vier Schmerzpunkten an den Zähnen konnte er durch Triggerpunkte auslösen, den vierten nicht, deshalb hat er an einem Zahn eine Wurzelbehandlung vorgenommen. Die Wurzelbehandlung wurde am 2. August beendet, im folgenden wurde noch ein Wurzelrest rausoperiert und der obere Weisheitszahn links gezogen. Der wurzelbehandelte Zahn ist nach wie vor sehr druckempfindlich. Gleichzeitig auch sein "Gegenspieler" im Oberkiefer. Könnte natürlich am Zusammenbeißen liegen. Kauen geht gar nicht, tut zwar nicht richtig weh, ist aber sehr unangenehm. Heute hat der Zahnarzt wieder eine Stunde kiefer- und orthopädische Test und eine Laser-Testung an den Mandeln, dem wurzelbehandelten Zahn und der Lücke vom oberen Weisheitszahn gemacht und ist zu folgendem Schluss gekommen: 1. Ich soll mit einem Seguin-Heilpflaster Schwermetalle ausleiten. Kostenpunkt: ca. 120 - 160 €. Das versuche ich jetzt mit einem Vesuvian (Heilstein), das soll auch funktionieren. 2. Meine DIR-Schiene, die mir mein bisheriger Zahnarzt im Februar hat anfertigen lassen, sei nicht geeignet, meinen extremen Überbiss zu korrigieren, weil sie nur die Zähne auseinanderhält und nicht in die richtige Position bringt. 3. Aufgrund der Schmerzempfindlichkeit ist es mir derzeit nicht möglich, die Schiene zu tragen, daher will er über die Krankenkasse eine weiche Schiene anfertigen lassen, damit das Aufeinanderbeißen erst mal verhindert wird. Lieber würde er mir eine andere, kostenpflichtige Schiene machen, die ich aber nicht bezahlen kann, weil ich ja gerade erst die DIR-Schiene und diverse Füllungen, insgesamt inzwischen 1300 € bezahlt habe. 4. Möchte er eine "Neuraltherapie bzw. Infiltrationsbehandlung zur Heilbehandlung anhaltender Störreize aus dem Kopfbereich ..." vornehmen. Die erste Sitzung soll 132,69 € kosten, jede weitere um die 90 €. Von einer Neuraltherapie hatte ich bisher nie etwas gehört. Als erste Nebenwirkung lese ich "seit der Anwendung von Neuraltherapie kommt es immer wieder zu tödlichen Zwischenfällen". Oh! Und die Kosten dafür sind für mich jetzt auch nicht so ganz einfach zu erbringen (mir bleiben nach Abzug aller Kosten nur 200 € im Monat). Ist die Neuraltherapie eine gängige Methode? Und wie sind die Chancen, dass mir das weiterhilft? Hätte ich als Kassenpatientin auch andere Möglichkeiten, das Problem in den Griff zu kriegen? Ich hoffe, es kann mir wieder jemand weiterhelfen. Viele Grüße von Paula
Patientenfrage
Frage aus Zahnarzt Community Heidelberg
gestellt vor 8 Monaten
letzte Antwort vor 8 Monaten
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Antworten zu Aufbissschiene und Neutraltherapie
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Dr. Dirk Haubold
Hallo,
lange Rede, kurze Antwort. Die Ursache Ihrer Beschwerden kann ich nicht ergründen, dass Ihnen die vorgeschlagenen Behandlungen helfen, kann ich mir aber kaum vorstellen. Aber vielleicht hilft ja schon, daran zu glauben. MfG
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Guten Tag Herr Dr. Haubold, vielen Dank für Ihre aufrichtige Antwort. Gerade bei der Neuraltherapie zweifel ich halt auch an der Effektivität, weil ich nicht viel darüber gefunden habe. Ich bin zwar auch alternativen Heilmethoden gegenüber aufgeschlossen, aber eher, wenn sie dabei nicht auch noch viel kosten. Daher auch in Wasser eingelegter Vesuvian und das Wasser über den Tag verteilt trinken statt der Heilpflaster. Kostet nur ein bisschen Wasser, tut nicht weh und ist schlimmstenfalls totaler Quatsch. Bisher wurde nicht einmal getestet, ob überhaupt eine Schwermetallbelastung vorliegt. Naja, vielleicht äußert sich ja noch jemand, der selbst solche Behandlungen durchführt und näheres dazu sagen kann. Ich würde schon gerne mal wieder ohne unangenehmes Druckgefühl etwas kauen und meinen Kopf schmerzfrei drehen können. Viele Grüße von Paula
auf diese Rückfrage antwortenZahnärztin Silke Wähner-Klostermann
Hallo,
also,Neuraltherapie richtig durchgeführt hilft tatsächlich und es ist mit Sicherheit keine Glaubensfrage.(Wurde selbst schon auf diese weise mit Erfolg behandelt.)
Der Behandler sollte nur ausreichend erfahrung haben!!!!
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Ich habe inzwischen mal weiter recherchiert und glaube, dass mein Hausarzt (praktischer Arzt und Homöophat) bei mir so was auch schon mal gemacht hat und zwar im Rahmen der ganzen Zahnodyssee am Trigeminus. Dafür habe ich allerdings nichts bezahlt. Mir kommen auch die Kosten komisch vor. In der Gebührenverordnung für Heilpraktiker sind 7,70 bis 26 € für eine Neuraltherapie angegeben. Da muss ich noch mal fragen, wie er auf seine Beträge kommt. Vielen Dank für Ihr Feedback. Paula
auf diese Rückfrage antwortenSandra Müller-Angstzahnärztin-München
mit verlaub, heilpraktiker haben eine andere gebührenordnung als zahnärzte und ärzte. die (zahn)ärztliche leistung wird nach GOÄ oder analog GOÄ berechnet, damit ist der kollege frei in seiner preisgestaltung.
auf diese Antwort Bezug nehmenEmpfehlungen: 125
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Dr. Alexander Zill
Hallöle,
ich kann IHnen leider nur versichern, daß ich die bei Ihnen vorgenommenen Therapieschritte so nicht umsetze.
Ein wurzelbehandelter Zahn allerdings ist nach erfolgreicher Behandlung schmerzfrei.....
Die Zähne bei einer erfolgreichen Schienentherapie ebenfalls.
Ob ein lustiges Lichtschwert jemandem anderen als einem Jediritter ERfolg bringt, wage ich aber auf Basis meiner bisherigen Erfahrungen eher zu bezweifeln und auf die bei Ihnen vorgenommenen Testungen finde ich weder Anlaß noch Sinn. Dies allerdings mag durchaus an meinem Pragmatismus oder meinen in dieser Hinsicht sicherlich beschränkten Fähigkeit liegen.
Grüße und gute Besserung
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Hallo Frau Müller, ja, dass hatte ich nach Überprüfung, was § 2 (3) i. V. m. § 1 (2) GOZ heißt, schon verstanden. Und mir ist auch klar, dass der Zahnarzt mir nur eine Leistung anbietet, die ich ja nicht annehmen muss. Trotzdem wundert es mich, dass die gleiche Leistung bei unterschiedlichen Berufsgruppen eine so große Differenz ausmacht und werde diesen Unterschied auch entsprechend hinterfragen. Vielleicht hat mein Zahnarzt ja eine ganz einleuchtende Erklärung für diesen so wesentlich höheren Betrag. Trotzdem vielen Dank für den Hinweis. Viele Grüße von Paula
auf diese Rückfrage antwortenHallo Herr Dr. Zill, auch Ihnen vielen Dank für die Antwort. Ich fürchte auch langsam, dass ich in der Auswahl meiner Zahnärzte nicht wirklich geschickt bin. Ich hätte nicht von Bochum nach Köln ziehen sollen - dort hatte ich eine wunderbare Zahnärztin. Als "Schmerzen" würde ich das Gefühl an dem wurzelbehandelten Zahn nicht unbedingt bezeichnen. Es ist ein unangenehmes Gefühl, sobald irgendwer oder -was den Zahn berührt. Daher geht Kauen auch gar nicht auf dieser Seite. Und die Schiene kann ich da auch nicht drauf machen. Da beißt sich die Katze leider gerade in den Schwanz. Dann hoffe ich mal, dass sich doch noch irgendwie eine Lösung finden lässt. Viele Grüße von Paula
auf diese Rückfrage antwortenSandra Müller-Angstzahnärztin-München
... es gibt auch in köln fantastische zahnärzte! nur eben die die ich kenne arbeiten weder mit heilsteinen noch irgendwelchen chinesischen fussohlen-pflastern... diese therapien sind auch nicht sonderlich zielführend im bereich der zahnmeidzin, wenn Sie denn generell mehr bewirken sollen als den berg durch den glauben zu versetzen!
der zahn ist eben NICHT beschwerdefrei nach Ihrer beschreibung und bedarf einer anständigen diagnostik und ggf. erneuter therapie. stichwort: wurzelfüllungsrevision( wenn möglich).
ohne den berufsstand der heilpraktier degradieren zu wollen, aber ein 6 jähriges studium ist nun mal etwas mehr ausbildungsaufwand als ein 10 wöchiger wochenendseminarkurs. die gebührenordnungen sind so festgesetzt, die hat Ihr zahnarzt so nicht gemacht oder sich zurechtgebogen. ob die therapieschritte sinnvoll sind, kann ich nicht beurteilen, auch mein weg wäre ein drastischer anderer, aber wer heilt, hat recht! bis jetzt nur sehe ich den erfolg als eher mäßig an bei Ihnen. unter der "lasertestung" die erfolgt ist, sorry, kann ich mir nichts vorstellen, was auch immer da lasergetestet wurde, ein probates diagnostisches hilfsmittel ist es eher nicht.
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Naja, leider habe ich noch keinen gefunden. Beim 4. bin ich schon. Und Sie können mir glauben: auch ich beobachte den Behandlungsverlauf und auch die Behandlungsplanung sehr kritisch. Wenn es nix kostet, bin ich gerne dazu bereit, jeden Tag ein Glas Wasser in mich zu schütten, in dem über Nacht ein Stein gelegen hat. Da habe ich keine Probleme mit. Schwieriger wird's, wenn die Behandlungen dann auch noch ne Menge Geld kosten sollen. Bei der "Lasertestung" hat der Arzt mir einen Laser auf den Bereich, wo die Mandeln entfernt wurden gehalten, dann auf die Stelle, an der der Weisheitszahn entfernt wurde und auf den Bereich um den wurzelbehandelten Zahn herum um damit - ich kann echt nix dafür - die "Störherde" auszuschalten. Und ja, ich habe auch schon hier im Forum was über Wurzelfüllungsrevision gelesen. Mein Zahnarzt klopft auch jedes mal an sämtlichen Zähnen rum, aber das ist nicht mehr und nicht weniger unangenehm als die Berührung mit der Zunge. Was mich aber an der Sache stutzig macht: der gegenüber dem wurzelbehandelten Zahn im Oberkiefer liegende Zahn weist genau dieselben Symptome auf - und der wurde nicht wurzelbehandelt. Der liegt nur neben der Lücke, in der sich vorher der Weisheitszahn befand. Daher befürchte ich, dass es doch eher am Knirschen liegt. Ich merke sowohl tagsüber als auch wenn ich abends wegdämmer richtig, wie fest ich die Zähne zusammenbeiße. Das war das ursprüngliche Problem, wegen dem ich im letzten Oktober zum Zahnarzt gegangen bin. Der jetzige ist ein CMD-Spezialist, daher die ganzen Testungen. Er will eben nicht nur die Beschwerden an den Zähnen, sondern auch die im Nacken-Schulter-Bereich und meine Kopfschmerzen angehen. Das scheint alles zusammenzuhängen. Der Meinung bin ich allerdings auch. Aber hinsichtlich der Herangehensweise muss ich mir wohl noch mal was anderes überlegen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Viele Grüße von Paula
auf diese Rückfrage antwortenSandra Müller-Angstzahnärztin-München
den zusammenhang zähne, funktionelle probleme wie knirschen7 pressen und weitere symptome wie schulter- und nackenschmerzen sehe ich auch, der ist bei einem CMD nicht wegzudiskutieren, aber:
die vernünftige therapie kostet geld, und zwar Ihres, denn das wird nicht von der krankenkasse getragen.
eine anständige funktionsdiagnostik ( abseits dieser ominösen tonsillen-laser-testung)( sorry, dass ich absoluter quatsch!), funktionstherapie unterstützt von manueller therapie und evtl. osteopathie ist teuer aber sehr effektiv.
ich muss sie leider enttäuschen, ein CMD wirdn icht davon besser, dass Sie "heilstein-energie-geladenes" wasser in sich reinkippen oder "laser"lampen auf die tonsillen halten. ohne den kollegen diskreditieren zu wollen, aber sind Sie sicher, dass er CMD- spezialist ist?!?
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Der Zahnarzt schreibt sich das Prädikat CMD-Spezialist jedenfalls auf die Fahne. Das Wasser ist für die Schwermetallausleitung ;-) Und was die kostenpflichtigen Leistungen angeht, bin ich generell schon dazu bereit, zu zahlen, was in meinem begrenzten Rahmen möglich ist. Die DIR-Schiene, die ich bisher noch nie richtig tragen konnte, und die aufwendigeren Füllungen habe ich sogar über die Bank finanziert und zahle noch fleißig die nächsten 11 Monate ab. Deshalb habe ich auch Angst, wieder eine hohe Rechnung zu bezahlen und es kommt wieder nichts dabei raus. Dabei geht es mir jetzt nicht um 50 oder 100 €, aber die Behandlungen gehen ja meist gleich in den vierstelligen Bereich und das müsste ich wieder finanzieren. Deshalb bin ich inzwischen auch schon ganz unsicher und überlege hin- und her, was ich am besten machen soll. Osteopathie habe ich auch schon mal versucht, hat aber auch nicht viel gebracht, jedenfalls nicht auf Dauer. Es ging nach einem 10er Behandlungsblock leider nur für ein paar Wochen besser, nach 6 Wochen war alles wie vor der Behandlung, weil die Ursache -das Knirschen - ja noch nicht behoben ist. Und dann bin ich wieder an der Stelle, an der sich die Katze in den Schwanz beißt: Schiene geht nicht, weil der Zahn so empfindlich ist - Zahn ist empfindlich wegen Knirschen. Vielleicht wäre da doch erst mal eine weiche Schiene eine Lösung. Zur Zeit schiebe ich mir nachts geachtelte und zusammengerollte Tempotücher zwischen die Zähne. Nicht gerade professionell, aber verhindert das brutale Aufeinanderbeißen ohne durch ein hartes Material die Empfindlichkeit auszulösen. Ich versuche mal weiter mein Glück.
auf diese Rückfrage antwortenDr. Alexander Zill
Hallo Paula,
es dauert mich, das zu hören - es liegt ganz sicher nicht an Ihnen.
Eine Schiene, die Sie nicht tragen können, ist Ihr Geld nicht wert und die Ausleitung von Schwermetallen mit wie auch immer gearteten wäßrigen Lösungen ist schlichtweg chemischer Unsinn.
Und Füllungen, die Geld kosten und dennoch schmerzende Zähne verursachen sind in meinen Augen ebenfalls nicht in jedem Falle eine Empfehlung.
Auf die Distanz würde ich meinen, daß eine fünfte Meinung durchaus sinnvoll sein könnte....
Grüße
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Hallo Herr Dr. Zill, das mit der 5. Meinung hatte ich mir nach den Äußerungen hier im Forum schon gedacht. Das wird für meine Zahnarztangst, die ich nach zwei verunglückten Behandlungen jetzt habe, nicht gerade sehr förderlich sein, aber so geht es ja auch nicht vorwärts. Vielen Dank! Viele Grüße von Paula
auf diese Rückfrage antwortenZahn Fragen & Antworten
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