Betreff: Mehr als 10 Zähne sollen raus...?
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(Beitrag bzw. Frage wurde 1904 mal gelesen)
Hallo und guten Tag !
Ich habe schon viele Jahre lang Paradontitis und auch schon mehrere Behandlungen hinter mir. Seit ca. 1,5 Jahren habe ich zwischen den Schneidezähnen eine Zahnlücke durch die mittlerweile ein Streichholz passt. Generell habe ich bereits einige Kronen:
2x UK links hinten
2x OK, genauer gesagt links neben dem linken Schneidezahn und rechts neben dem rechten Schneidezahn.
Der linke Schneidezahn ist nach links gewandert was zur Folge hatte, dass der danebenliegende überkronte Zahn drehte und nach vorne gedrückt wurde. Beide Zähne fingen an immer mehr zu wackeln, also bin ich zum Zahnarzt ( selbst ausgesucht, da gerade erst hergezogen).
Nun gings los: Abfragen des Zahnstatus, diverse Röntgenaufnahmen.
Zahntaschetiefe sehr untersschiedlich. Rechte Backe ist in Ordnung- linke Backenseite und Front im OK nicht. Im Unterkiefer wackelt ein Zahn etwas.
Linker Schneidezahn+ links daneben(OK) wackeln so stark das ich ständig angst habe das sie rausfallen.
Mein Zahnarzt schlug mir zunächst mehrfach eine Teleskopbrücke vor- was ich allerdings ablehne. Herausnehmbare Teile mit Abends ins Glas...nein, das will ich wirklich nicht. (warum fing er immer wieder von der Teleskopbrücke an und zeigte mir Prospekte?)
Ich versuch die weitere Situation zu beschreiben:
Alle 4 Frontzähne im OK raus, inkl. der Eckzähne und stattdessen 2 Implantate. ZA meint die Eckzähne werden das wohl nicht lange mitmachen und es kann in 2-3 Jahren Probleme geben(ok, kann ich noch nachvollziehen) Es soll eine nicht herausnehmbare Brücke rein.
Linke Backe OK sollen auch fast alle Zähne raus- dafür 2 Implantate+ Brücke.
UK vorne sollen alle 4 Frontzähne raus und eine Brücke zwischen die beiden Eckzähne.
Jetzt habe ich einen Termin zur Paradontosebehandlung. Durch meine Recherchen im Internet erfuhr ich, dass zuerst immer Zahnreinigung gemacht werden soll?...aber in der Praxis kein Wort davon. Auch führt diese Behandlung nicht der Zahnarzt selbst durch sondern eine Mitarbeiterin.Bisher wurde es bei mir immer vom Zahnarzt selbst gemacht.
Ich habe seit Tagen fast nicht mehr geschlafen und suche die ganze Nacht hindurch das Internet ab zum Thema Zahnersatz, Paradontitis und Co.
Ich kann mich nicht damit anfreunden min 10, 12, 13 Zähne(eher mehr)ziehen zu lassen um dann weiterhin mit min. 3 grossen Brücken zu leben die evtl.(noch) gar nicht notwendig geworden wären. Noch dazu im kompletten Frontbereich. Der Kieferknochen bildet sich dann doch auch unten und oben weiter zurück? Ich tendiere eher dazu nur die obere Front, also 4 Zähne zu ziehen und dort Implantate einzusetzen die fest im Knochen verankert sind. Natürlich weiss ich jetzt nicht ob an der ein oder anderen Stelle der Knochen schon zu weit zurückgebildet ist- aber ich glaube man kann auch dann noch etwas machen...? Was in etwa könnten wohl 4 Implantate OK vorne kosten, und kann man wirklich nicht versuchen zumindest die Zähne zu retten die kaum wackel, geht der Knochen dann weiter zurück oder wäre dies gestoppt sofern es möglich ist die Zähne wieder einigermassen festzubekommen? Ich weiss gerade überhaupt nicht mehr was ich machen soll- irgendwie habe ich das Gefühl das mir allzuschnell der Zahnersatz angeboten wurde und es keine Alternativen gibt. Fest steht jedenfalls wenn die Zähne weg sind ist es zu spät. Bei meinen vorherigen Behandlungen(andere Stadt) war es auch bei etwas wakelnden Zähnen bisher nie notwenig welche zu ziehen- vielmehr wurden sie wieder fester.
Ich hoffe auf Ihren Rat!
Vielen Dank im Voraus !
PS: Mündlich habe ich bereits vor 2 Tagen das "Go" gegeben und es wurden mehrere Abdrücke gemacht- ist das ein Problem wenn ich mich umentscheide(Entschädigungszahlungen usw.). Allerdings war es auch sehr viel Input und ich habe mich so auf meine Vorderfront im OK konzentriert das ich den Rest mehr oder weniger nebenbei wahrgenommen habe. Wurde mir erst richtig bewusst als ich mich Mittwoch Abend im Internet intensiv mit Zahnbrücken beschäftigt und irre viel von Fachleuten und Betroffenen gelesen habe..
Antwort:
Armin Safavi-nab - Angst-Zahnarzt Köln
(am 19.06.2009 - 07:25 Uhr)Alte Wipperfürther Str. 82
51065 Köln
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Hallo,
Aus der Ferne ist es schwierig Stellung zu beziehen, aber eine ordentliche Vorbehandlung vor einer Parodontitisbehahandlung ist nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern auch vorgeschrieben. Die Kosten welche durch die Herstellung des Provisoiums entstehen sind ja mit Ihnen geklärt worden und Sie haben ja per Unterschrift eine Kostenanerkennung geleistet. Diese Kosten werden Sie begleichen müssen (Einzelanfertigungen, egal in welchem Handwerk müssen immer abgenommen werden, auch wenn sie nicht benötigt werden. Wenn Zähne so wackeln, daß Sie Angst haben sie fallen von alleine raus ist es ot zu spät für eine Therapie. Bei Taschentiefen über 10 mm ist ein Therapieerfolg möglich aber nur mit viel Aufwand erreichbar. Implantate brauchen einen entzündungsfreien Knochen von einer Mindestdicke und Stärke. Diesen hat man oft nicht bei einem extremen Par-Befund. Alles in allem würde ich eine 2. Meinung bei einem spezialisierten Zahnarzt (für Parodontologie ) einholen. Infos hier im Forum unter Prophylaxezahnarzt. Eine Teleskopbrücke ist eine tolle Sache und die gehört definitiv Abends NICHT ins Glas sondern in den Mund. Sie wird nur zur Reinigung herausgenommen. mfg
Antwort:
Dr. Alexander Hartmann
(am 19.06.2009 - 10:03 Uhr)Ludwigsplatz 6
94032 Passau
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Hallo,
ferndiagnosen und damit therapievorschläge gerade bei einem so komplexen fall verbieten sich von selbst.
aber:
eine zahnersatzplanung sollte immer erst gemacht werden, wenn die vorbehandlungen (prophylaxe, extraktionen und provisorischer zahnersatz, füllungen, parodontalbehandlung) abgeschlossen sind. denn erst dann hat man alle informationen, die man für einen derartig komplexen fall braucht. entscheidend dabei ist, wie die restzähne auf die parodontalbehandlung ansprechen. erst dann kann entschieden werden,welche zähne ersetzt werden müssen, welche zähne dauerhaft bleiben, wie diese belastet werden können.
leider erfordert das viel geduld und einen gewissen vertrauensvorschuss des patienten. man weiß leider erst nach vielerlei vorbehandlungen, was auf einen zukommt. daher gebe ich - wie auch Ihr neuer zahnarzt - zumindest anfangs schon einen ausblick was kommen könnte. damit man ein ziel vor augen hat.
generell gibt es fast keine situation, die nicht für alle ansprüche genügend gelöst werden könnte. letztlich ist die frage eines komfortablen/festsitzenden zahnersatzes dann auch eine kostenfrage.
also, vielleicht einfach nochmal mit dem zahnarzt sprechen, und nochmal alle unklarheiten abfragen: warum so viele zähne entfernen? keine rettung möglich? warum teleskope und eher keine implantate? wann kann endgültig gesagt werden, wie der zahnersatz konstruiert wird? warum macht man keine vorbehandlung? warum macht die fachangestellte die parodontalbehandlung?
aus dem antworten werden sie schließen können, ob sie dort gut aufgehoben sind.
mfg a. hartmann
Kommentar von:
von: Bernd am: 19.06.2009 - 10:57 Uhr
Guten Morgen und vielen Dank für die Antworten!
Ich habe bisher keinerlei Unterschriften geleistet und auch keinen Heil und Kostenplan bekommen. Mir wurde nur vorgerechnet was in etwa an Kosten entstehen: 2 im OK die beide Eckzähne ersetzen sollen.
Hier frage ich mich ob es nicht möglich ist die Eckzähne zu lassen wo sie sind(wackelt nichts) und stattdessen daneben 2 Implantate und nur eine Schneidezahnbrücke. Mein ZA ist FA für für Parodontologie und es wird alles dort in der Praxis gemacht. 2 weitere Implantate sollen dann hinten,links oben rein. Das Zahnfleisch ist zwar etwas entzündet, aber ich habe nirgends im Mund Zahnfleischbluten. Seit ich gestern hier gelesen habe das man bei einer evtl. nicht richtigen Parodontalbehandlung ganz schnell alle Zähne loswerden kann, Habe ich reinste Horrorvissionen. Wenn ich jetzt vor der Behandlung sage das ich nochmal gerne verschiedenes klären möchte um mögl. viele Zähne zu behalten, könnte man ja evtl auch etwas nachhelfen das mögl. viele Zähne ersetzt werden müssen...? Will ich jetzt nicht unterstellen, aber solche Gedanken können schon kommen. der Preis war nicht das Thema weil mir meine Zähne und die damit verbundene Gesundheit wichtiger sind als Kosten, notfalls eben Ratenzahlung. Ich habe überhaupt nicht über Geld gesprochen sondern um Beratung gebeten welche Möglichkeiten ich habe und um Lösungsvorschläge. Als erstes kam eben die Teleskopbrücke, die ich wirklich nicht haben will. Ich kann mir nicht vorstellen das die so fest sitzen wie ein festsitzender Zahnersatz? Können sie mir sagen wie belastbar so eine festsitzende Brücke im Oberkiefer vorne mit 4 Zähnen, getragen von 2 Implantaten , ist ? Kann man damit "kraftvoll" zubeissen?Wären 4 Implantatzähne im OK vorne nicht auch möglich? Ich weiss überhaupt nicht mehr was ich machen soll und weiss nicht recht ob ich nochmal das Gespräch suchen soll vor der Paradontalbehandlung ( eben wegen meiner Horrorvisionen)...
Antwort:
Armin Safavi-nab - Angst-Zahnarzt Köln
(am 19.06.2009 - 11:11 Uhr)Alte Wipperfürther Str. 82
51065 Köln
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Hallo,
wie bereits gesagt aus der >Ferne und ohne Röntgendiagnostig ist es unmöglich definitive Aussagen zu treffen. Vereinbaren Sie nochmal vor den eigentlichen Behandlungen einen Beratungstermin und stellen Sie Ihrem Behandler diese Fragen. mfg
Antwort:
von: Rita am: 11.07.2009 - 07:56 Uhr
Guten Tag und Hallo ,
ich habe bereits seit Jahren oben und unten Teilprothesen,war mit meinem früheren Zahnarzt sehr zufrieden.Er hat eine hervorragende Arbeit geleistet.Leider bin ich dann umgezogen und somit auf der Suche nach einem guten Zahnarzt.Man hat mir schon vor Jahren einen der Frontzähne operiert,das heißt ,inzwischen 3x und er wurde immer dunkler.Jetzt hat man festgestellt ,das der Zahn längst aufgespalten ist und nicht mehr zu retten ist. Um aber meine Lebensqualität nicht zu verschlechtern ,suche ich nach einer guten Lösung ,trotz das der Zahn nun gezogen werden muß ,mit der Prothese verbunden wird.
Welche Möglichkeit besteht für mich ? wenn ich meine Prothese herausnehme,das das mit dem fehlenden Frontzahn nicht gleich auffällt.Könnte eine festsitzende angefertigt werden oder wäre ein Implantat möglich ,immer vorrausgesetzt die Kosten sind erträglich.
Es hat seit dem auch noch kein Zahnarzt geschafft , meine Brücken so zu unterfüttern ,das sie wieder fest sitzen. Es ist schade ,das man oftmals Geld heraus wirft und nur mangelnde Leistung erhält.
Würde mich über eine kompotente und erfolgversprechende Antwort freuen. Möchte endlich mal wieder unbeschwert lachen können.
Vielen Dank ! für die Bemühungen.
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