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Zahnarzt
Guten Tag allerseits Vorweg: Leider bin ich als selbstständiger derzeit nicht versichert (sehr schlechten Winter gehabt, beiträge konnte ich da nicht mehr zahlen) Umso mehr trifft mich ausgerechnet jetzt folgenes: - seit einer weile (2-3 monate) habe ich an den unteren schneidezähnen einen starken zahnfleischrückgang beobachtet - das zahnfleisch ist unten auch sehr weich, jedoch keine blutungen - an den oberen und backenzähnen nur einen kaum zu erkennenden oder garkeinen rückgang, zahnfleisch ist auch fest,keine blutung o.ä. - seit ca 1,5 monaten wurde nun erst einer, dann mittlerweile drei der unteren schneidezähne immer lockerer - schmerzen habe ich dabei absolut keine Ich habe aus der not (weil nicht versichert) folgendes seit ca 1,5 monaten selbst unternommen: - täglich ausreichend calcium zu mir genommen (viel milch + zusätzlich tabs) - das rauchen auf ein minimum reduziert (2-5 täglich) - spühle den mundraum mehrmals täglich intensiv mit \'chlorhexamed\' - habe bis gestern 7 tage lang täglich 2 \'isocillin 1,2 mega\' eingenommen, um der von mir vermuteten tief sitzenden entzündung entgegen zu wirken - habe mir aus weichem transparentem kunststoff + kunststoff-isoliertem draht eine kleine stütze gegossen (vorher einen zahnabdruck wie beim Zahnarzt angefertigt), mit der ich beim essen die lockeren schneidezähne zu entlasten versuche (sitzt und klappt ganz gut). Konstruiert und befestigt ist das ganze wie eine brücke, die mit drahtschlaufen um die noch festen eckzähne greift. Ich habe heute den subjektiven eindruck, dass der zahnfleischrückgang gestoppt ist, und sogar die beginnende lockerheit des dritten zahns zurück geht...er wieder fester wird (ließ sich bis letzte woche noch knapp 1mm bewegen, jetzt fast nicht mehr). Allerdings sind die beiden mittleren zähne in den 2 monaten schon sehr locker geworden...lassen sich (schmerzfrei) ca 2-3 mm vor und zurück bewegen, so das ich bei jedem essen befürchte sie mit einem unbedachten biss ganz rauszubrechen. Soviel zu meiner doofen situation, nun die frage(n): - bringt das isocillin hier überhaupt etwas? (mag chemie/medikamente an sich überhaupt nicht) - werden derart lockere zähne (ansonsten völlig intakt) je wieder fest, oder kann ich mich schon verabschieden? - wächst das zahnfleisch im laufe der zeit bei guter pflege, regelmäßiger massage und schonung wieder hoch? - gibt es für nicht versicherte hierzulande möglichkeiten ohne große kosten wenigstens mal einen zahnarzt drauf schauen zu lassen? (oder bestenfalls sogar das nötigste an behandlung zu bekommen, ohne hunderte/tausende zahlen zu müssen) In der hoffnung auf etwas hoffnung...vielen dank im voraus. A.R. PS: Eure captures hier sind eine echte herausvorderung, lesbar/funktionierend erst nach 5-maligem neuladen...(;o)
Patientenfrage
Frage aus Zahnarzt Community Hab
gestellt vor 3 Jahren
letzte Antwort vor 3 Jahren
gelesen 41805 mal
Antworten zu schneller starker Zahnfleischrückgang,Zähne locker
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Dr. Dirk Haubold
Hallo,
die Selbstbehandlung kommentiere ich mal nicht, gleich zu den Fragen:
1.Isocillin bringt ohne Reinigung der Wurzeloberflächen nichts.
2.lockere Zähne (3mm vor und zurück) werden wohl nicht wieder fest
3.das Zahnfleisch wächst nicht wieder hoch, weil der Knochen fehlt, der durch die Parodontitis zerstört wurde
4.mal drauf schauen lassen kostet nicht viel, eine Parodontitisbehandlung schon mehr. Ein bisschen Behandlung gibt es bei Parodontitis nicht. dann kann amn die Zähne auch gleich ziehen.
MfG
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Zahnarzt Holger Christmann
Hallo,
also mal unten angefangen: das mehrfache Hochladen-Müssen liegt eher an Ihrem PC oder Internet-Zugang, aber nicht am Forum, auch wenn bei einem längeren Thread zugegebenermaßen die Antworten nicht immer da landen, wo sie platziert wurden.
Nun zu Ihrem Problem: Sie schreiben nicht, wann Sie das letzte Mal beim Zahnarzt waren, aber da sollten Sie dringend mal hingehen, und sei es nur zur Untersuchung und Abklärung.
Stellen Sie sich beispielhaft folgende Situation vor: jemand fragt in einem anderen Forum an, ob er seine ruckelnden Bremsen und das Ziehen des Fahrzeugs nach links durch Gegenlenken nach rechts ausgleichen könne - was sollte man da antworten?? Bitte nicht sauer sein, aber etwa auf diesem level bewegt sich Ihre Anfrage ...
Trotzdem schöne Grüße
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Praxis E. Gimoussiakakis
Hallo,
nicht versichert zu sein bedeutet nicht, daß sie nicht behandelt werden dürfen, werden sie einem Zahnarzt vorstellig schildern ihre Situation und verlangen einen verbindlichen Kostenplan, denn nicht behandelt oder schlimmernoch irgendwelche Sebstmedikationsversuche führen mit Sicherheit zu einem sehr frühen Zahnverlust und dann überlegen sie mal bitte wie es mit der Arbeitsbeschaffung sein wird wenn Ihnen die Frontzähne fehlen.
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Dr. Cartus M.Sc., Holger
hallo,
ohne professionelle Diagnostik keine Therapie! Es mangelt bisher noch am Vorlauf.
mfg
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Dr. Stefan Klaas Zahnarzt im Kreis Böblingen
Guten Tag!
Sie benötigen zuerst
eingehende Untersuchung GOZ NR. 001 (12,92 Euro)
eine Beratung nach GOÄ NR. 1 (10,72 Euro)
ein bis 8 Röntgenbilder GOÄ 5000 à ( 5,24 Euro)
beim Regelsatz also um die 50 Euro - und dann wissen Sie Bescheid.
Ein Kostenvoranschlag bei meinem Karosserie-Fachbetrieb ist teurer!
Mit freundlichem Gruss
Dr. Stefan Klaas
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Praxis E. Gimoussiakakis
@Klaas,
darf ich auch meine \"Kiste\" vorbeibringen?
Mit koll. Gruß
E.Gimoussiakakis
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Zunächst mal viele dank für ihre antworten. @ Herrn Cristman: - es ging lediglich um die captures (sicherheitscode), der war schwerer richtig zu lesen als anderswo...mehr wollte ich damit nicht sagen. - ihren autobremsen-vergleich finde ich hier zwar etwas unpassend...aber in diesem fall wäre die antwort leicht: NEIN :) - ich war im übrigen vor ca einem jahr das letzte mal beim zahnarzt - tut mir leid das ihnen meine anfrage zu unkonkret/laienhaft war Einen besonderen dank noch an die herren haubold,Gimoussiakakis + Klaas, deren antworten auch einen informationsgehalt aufweisen. Mir ist mehr als bewußt, dass hier selbstmedikation alles andere als DIE lösung ist, und auf die informationen von herrn klaas hin werde ich nun auch einen arzt aufsuchen und alles fachmännisch begutachten lassen...weiteres wird sich dann hier vor ort ergeben, so oder so. Abgesehen davon war mein zunächst subjektiver eindruck der besserung wohl echt...leicht, aber deutlich spürbar...so das mein stütz-konstukt schon beiseite gelegt werden kann. (ich weiß, das vorgehen muß ihnen lächerlich vorgekommen sein, aber als feinmechaniker habe ich das ding wohl auch sehr gut hinbekommen) Vielen dank nochmal für die hilfreicheren antworten.
auf diese Rückfrage antwortenZahnarzt Holger Christmann
Hallo,
schön, dass Sie es nicht ganz krumm genommen haben, war ja auch nicht böse gemeint ...
Außerdem hatte ich auch den Eindruck, dass hier jemand schreibt, der durchaus feinmechanisch bewandert und in seinem Bereich Fachmann ist. Schade, dass Ihre Zunft wohl eher ausstirbt ...
Regelmäßig mache ich aber die Erfahrung, dass zahnmedizinische Probleme von diesbezüglichen Laien allzu mechanisch und zu wenig medizinisch/ganzheitlich/menschlich gesehen werden - und bei etlichen Kollegen ist es leider genau umgekehrt ...
Und mit Selbstmedikation kann man zugegebener Weise gelegentlich Spontanerfolge erzielen, leider kommt es aber meist zu einer Verschleppung/Verschlimmerung des Problems, zumindest aber zu einer Verschleierung.
Deshalb, wie von Ihnen ja nun auch beschlossen, suchen Sie bitte einen Zahnarzt auf und lassen Sie sich professionell beraten.
Schöne Grüße
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Nun, mit einem kurz/mittelfristigen *spontanerfolg* ist mir im moment ja schon ausreichend geholfen...denn ich habe natürlich nie geglaubt sowas ernstes wie eine paradontitis komplett selbt behandeln zu können. War eben alles aus der not heraus derzeit nicht versichert zu sein...und da diese situation sich derzeit auch zum guten wendet/normalisiert ist für mich die möglicherweise so gewonnene zeit der entscheidende faktor. So hat der zahnarzt (wenn der versicherungsschutz in kürze wieder eintritt) hoffentlich noch was zum retten/behandeln...(;o)
auf diese Rückfrage antwortenDr. Riekeberg
Sehr geehrter Patient,
Ihr Problem erscheint sehr komplex. Ihr Leiden besteht ja schon länger und scheint jetzt eine progredienten Verlauf zu nehmen. Achten Sie bei Ihrer Arztwahl auf einen Kollegen mit sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet der Parodontologie, sonst sind Sie sehr schnell Ihre Zähne los. Außerdem sollte bei Ihnen ein individuelles PA-Risiko erstellt werden, mittels DNA Test. Viel Disziplin ist von Ihrer Seite nötig, um noch die Kurve zu kriegen. Fragen Sie in der jeweiligen Praxis nach parodontologischen Konzepten.
Viel Glück
Dr. Ulrich Riekeberg, MSc.
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Nur mal zur Info, 1. Versicherungsschutz muss nicht erlischen Sollten Sie die Beiträge nicht zahlen können, weil Sie keine Einnahmen haben (betrifft Selbständige und Nichtselbständige), so legen Sie die BWA's + Kontoauszüge + Heil und Kostenplan vom Arzt der Arge vor und die ist verpflichtet die Beiträge zu übernehmen ( es kann auch sein das offene Beiträge übernommen werden, bin aber net sicher), auch den Selbstbehalt. Mehrere Gerichtsbeschlüsse sind hier zu gunsten der Bedürftigen endschieden worden. 2. In Punkt 1 geschilderten Sachverhalt gilt für Privat und gesetztlich freiwelig Versicherte. 3. Die Übernahme der Kosten gilt auch für Lebensnotwendigen Dinge des Lebens, "kein Luxus" 4. Bei Zahnbehandlungen oder Zahnersatz auch mal aufs Ausland ausweichen, man kann bis zu 75 % sparen ohne dass man auf die Quallität verzichten muss, Eu Normen machens möglich. 4. Googel Hilft
auf diese Rückfrage antwortenZahn Fragen & Antworten
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