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Frage bezüglich einer Weisheitszahn OP
In Kategorie: Implantat Zahnarzt
von: Satine222000 am: 08.02.2010 - 16:38 Uhr
(Beitrag bzw. Frage wurde 161 mal gelesen)
Hallo!
Ich bin sehr froh, dass ich dieses Forum hier gefunden habe, da ich mit der momentanen Situation echt überfordert bin.
Ich habe vor ca. 1 1/2 Wochen eine Weisheitszahn OP, bei der ursprünglich beide Weisheitszähne auf der linken Seite entfernt werden sollten.
Ich leide eigentlich schon länger nicht mehr unter Zahnarztangst und bin eigentlich recht entspannt in die Praxis gegangen. Diese kannte ich vorher nicht.
Ich habe mich dort überhaupt nicht "wohl" gefühlt, da der Zahnarzt die ganze Zeit nur seine Assistentinnen nur angeschrien hat, obwohl sich diese total nett um mich gekümmert haben. Diese haben jedoch ohne mich vorher zu fragen, eine Zahnreinigung gemacht, und mir im Nachhinein gesagt, dass ich dafür dann 85 EUR zahlen müsste. Na toll. Ok, habe ich nix zu gesagt.
Dann kommt aber der Hammer: Dann begann die Weisheitszahn OP. Der ZA meinte vorher noch, dass ein paar Geräte, die er bräuchte kaputt sind, aber es würde auch so gehen. Er fing mit dem Zahn im Oberkiefer an und schnitt, hebelte und riss usw. Nach einer Stunde waren ich und er völlig fertig, der Zahn aber noch drin. Er war wirklich sehr grob und riss meinen Kopf echt krass hin und her. Nach knapp 1 Stunde 30 Minuten war der Zahn dann raus. Den unteren wollte er nicht mehr machen. Er vernähte die Wunde und meinte, dass der letzte Backenzahn abgebrochen sei und er den noch provisorisch verschliessen muss. OK, hab mir noch nix bei gedacht, war auch viel zu fertig.
Wieder vorne am Emfang angekommen, gab er mir einen Heil- und Kostenplan über 1.500 EUR und meinte, ich solle zu meiner KK gehen und mir die Summe, die diese übernimmt, darauf bestätigen lassen. Den Rest müsste ich selber zahlen. Dies wäre für den Wiederaufbau des Backenzahnes. What? Ich war total schockiert. Ich meine, ich bin Studentin und habe nicht mal eben so viel Geld über. Dann hat er mich da stehen lassen.
Ich bin immer noch ziemlich geplättet. Mein Kiefer tut auch noch ziemlich weh von der ganzen Aktion. Ich nehme seit der OP jeden Tag Ibuprofen 600. Das sollte doch eigentlich nicht sein, oder? Mein Hauszahnarzt war selber sehr überrascht von der Sache, kann mir jetzt aber auch nicht viel dazu sagen.
Können Sie mir vielleicht einen Tipp zur Kostenfrage geben? Muss ich das wirklich bezahlen, obwohl es nicht meine Schuld war? Muss er das nicht bei seiner Haftpflichtversicherung einreichen?
Ich bin vorher auch überhaupt nicht aufgeklärt worden. Es hat nicht einmal ein Vorgespräch gegeben.
Ich wäre wirklich über einen Tipp dankbar.
VLG Satine
Antwort: Praxis Sebastian und Magdalena Stransky
am 08.02.2010 - 16:55 Uhr
:
Hallo,
wiedermal eine unglaubliche Geschichte. So, wie Sie dort behandelt geht gar nicht. Den Rat brauche ich Ihnen ja nicht geben, dass Sie sich besser einen anderen Zahnarzt suchen sollten, das ist Ihnen mit Sicherheit schon selbst bewusst.
Nach fast zwei Wochen noch Ibuprofen zu nehmen ist nicht normal, in der Regel beschränkt sich das auf 2-3 Tage, oft aber nicht nötig.
Wenn Sie nicht aufgeklärt wurden, dass die PZR etwas kostet, bzw. nichts unterschrieben haben, müssen Sie nicht zahlen.
Der Heil und Kostenplan bezieht sich wahrscheinlich auf eine spätere prothetische Versorgung, der Aufbau des Zahnes wird aber von der KK übernommen, wenn dort Mehrkosten entstehen müsste der ZA sie darüber aufklären.
Suchen Sie sich einen anderen Zahnarzt und lassen sich einfach mal beraten.
Viele Grüße
Praxis Sebastian und Magdalena Stransky (2833)
Wilhelmsplatz 10
63065 Offenbach
verifiziertes Premiumprofil
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Hallo,
wiedermal eine unglaubliche Geschichte. So, wie Sie dort behandelt geht gar nicht. Den Rat brauche ich Ihnen ja nicht geben, dass Sie sich besser einen anderen Zahnarzt suchen sollten, das ist Ihnen mit Sicherheit schon selbst bewusst.
Nach fast zwei Wochen noch Ibuprofen zu nehmen ist nicht normal, in der Regel beschränkt sich das auf 2-3 Tage, oft aber nicht nötig.
Wenn Sie nicht aufgeklärt wurden, dass die PZR etwas kostet, bzw. nichts unterschrieben haben, müssen Sie nicht zahlen.
Der Heil und Kostenplan bezieht sich wahrscheinlich auf eine spätere prothetische Versorgung, der Aufbau des Zahnes wird aber von der KK übernommen, wenn dort Mehrkosten entstehen müsste der ZA sie darüber aufklären.
Suchen Sie sich einen anderen Zahnarzt und lassen sich einfach mal beraten.
Viele Grüße
Kommentar von: Praxis Sebastian und Magdalena Stransky
Huups, habe gerade gelesen, dass Sie ja einen Hauszahnarzt haben, habe ich wohl überlesen... Warum waren Sie denn bei diesem Zahnarzt ? Hat Ihr Hauszahnarzt sie dorthin überwiesen ?
Huups, habe gerade gelesen, dass Sie ja einen Hauszahnarzt haben, habe ich wohl überlesen... Warum waren Sie denn bei diesem Zahnarzt ? Hat Ihr Hauszahnarzt sie dorthin überwiesen ?
Antwort: Praxis Sandra Müller
am 08.02.2010 - 17:25 Uhr
:
nächste frage:wie viel ist denn von dem zahn weggebrochen, dass man da gleich eine 1500 euro versorgung( krone) draufmachen muss...!?!
nächste frage:wie viel ist denn von dem zahn weggebrochen, dass man da gleich eine 1500 euro versorgung( krone) draufmachen muss...!?!
Antwort: Dr. Alexander Hartmann
am 08.02.2010 - 18:35 Uhr
:
Hallo Satine,
fachlich mag das alles so seine richtigkeit haben. zähne sind manchmal unvorhersehbar schwer zu entfernen, nachbarzähne können dabei beschädigt werden. die kosten für die behandlung des abgebrochenen zahnes müssten Sie tragen.
aber - unter uns - in der praxis würde ich mich nicht mehr behandlen lassen. keine aufklärung, keine info, da hat man eigentlich auch kein honorar verdient!!! den zahn kann Ihnen sicher auch ein NETTER kollege versorgen für den Sie nicht nur zahlendes, ansonsten lästiges anhängsel Ihrer zähne sind. teurer kann´s eigentlich nicht werden...
eine info noch am rande: über inhalt und kosten von privatleistungen müssen Sie VORAB informiert werden. rechtlich gesehen muss sogar ein schriftlicher vertrag darüber geschlossen werden, ansonsten können solche beträge in der regel nicht eingetrieben werden. vielleicht ist das ja für Sie hilfreich...?
Hallo Satine,
fachlich mag das alles so seine richtigkeit haben. zähne sind manchmal unvorhersehbar schwer zu entfernen, nachbarzähne können dabei beschädigt werden. die kosten für die behandlung des abgebrochenen zahnes müssten Sie tragen.
aber - unter uns - in der praxis würde ich mich nicht mehr behandlen lassen. keine aufklärung, keine info, da hat man eigentlich auch kein honorar verdient!!! den zahn kann Ihnen sicher auch ein NETTER kollege versorgen für den Sie nicht nur zahlendes, ansonsten lästiges anhängsel Ihrer zähne sind. teurer kann´s eigentlich nicht werden...
eine info noch am rande: über inhalt und kosten von privatleistungen müssen Sie VORAB informiert werden. rechtlich gesehen muss sogar ein schriftlicher vertrag darüber geschlossen werden, ansonsten können solche beträge in der regel nicht eingetrieben werden. vielleicht ist das ja für Sie hilfreich...?
Antwort: Praxis Sandra Müller
am 08.02.2010 - 18:36 Uhr
:
also nach 1,5 std. rausgebröckel eines 8ers kann ich verstehen, dass die patientin nicht mehr in der lage ist eine klare entscheidung zu treffen und hat wahrscheinlich nur den "freundlich" überreichten kostenvoranschlag entgegengenommen. entschuldigung, da wäre ich auch baff und geplättet! Sie lässt es sich ja im übrigen nicht gefallen, denn Sie informiert sich hier...
also nach 1,5 std. rausgebröckel eines 8ers kann ich verstehen, dass die patientin nicht mehr in der lage ist eine klare entscheidung zu treffen und hat wahrscheinlich nur den "freundlich" überreichten kostenvoranschlag entgegengenommen. entschuldigung, da wäre ich auch baff und geplättet! Sie lässt es sich ja im übrigen nicht gefallen, denn Sie informiert sich hier...
Antwort: Dr. Ulrich Waller
am 08.02.2010 - 18:42 Uhr
:
Hallo Satine,
hoffe, Sie haben wenigstens die 85,- Euro für die Zahnreinigung noh nicht bezahlt und bisher nur eine Rechnung bekommen. Dieser Rechnung würde ich in jedem Fall widersprechen (wenn noch nicht bezahlt - sonst wird es leider wieder mühsam) - die vorherige schriftliche Vereinbarung gab es ja offensichtlich nicht!!!
Hallo Satine,
hoffe, Sie haben wenigstens die 85,- Euro für die Zahnreinigung noh nicht bezahlt und bisher nur eine Rechnung bekommen. Dieser Rechnung würde ich in jedem Fall widersprechen (wenn noch nicht bezahlt - sonst wird es leider wieder mühsam) - die vorherige schriftliche Vereinbarung gab es ja offensichtlich nicht!!!
von: Satine222000 am: 08.02.2010 - 20:04 Uhr
Hallo!
Wow, bin ja ganz schön überrascht, wie viele mir schon geantwortet haben. Vielen Dank dafür!!!
Also, ich habe einen sehr netten Hauszahnarzt, der jetzt auch die Weiterbehandlung übernimmt. Er konnte mir bislang jedoch zu der Kostenfrage nichts sagen. Er meinte, dass ich mal bei meiner Kasse nachfragen soll. Da steht die Antwort aber noch aus. Er hat mich dorthin aber nicht empfohlen. Das war ganz alleine meine "Schuld". Mein ZA wollte mich zu einem Kieferchirurgen schicken, der wirklich toll sein soll. Das Problem war aber, dass dieser erst in vier Wochen wieder Termine frei hat.Mein ZA hat sogar dort angerufen, war aber nix zu machen. Ich gehe aber in zwei Wochen für ein Jahr ins Ausland und deshalb habe ich mir das Telefonbuch geschnappt und bin dann an diesen Kieferchirurgen geraten.
Von dem Backenzahn, der weggebrochen ist, steht nur noch ein ganz kleines Stück und das ist jetzt irgendwie schwarz geworden. Sieht jedenfalls komisch aus und ich würde den letzten Rest am liebsten gezogen bekommen.
Die Rechnung für die PZR habe ich vor zwei Tagen bekommen. Normalerweise lasse ich diese ja immer von meinem ZA machen und hätte bestimmt nicht zugestimmt, wenn man mich vorher wenigstens gefragt hätte. Das Blöde jedoch ist, dass die Rechnung nicht direkt von ihm, sondern von einer zahnärztlichen Verrechnungsstelle ist. Kann ich das trotzdem anfechten?
@ Hr. Dr. Haubold:
Für mich ist es heute auch unglaublich, dass ich mir das alles gefallen lassen habe. Aber ich war wirklich von seiner Art total eingeschüchtert. Der hatte echt einen krassen Ton drauf. Außerdem war ich von der OP noch ganz durch.
Das er mich überhaupt nicht vorher beraten hat, kann ich ja jetzt im Nachhinein gar nicht mehr nachweisen....Deshalb bleibe ich wohl auf den Kosten sitzen.
Ich gehe morgen früh wieder zu meinem Zahnarzt. Ich habe kurzfristig einen Termin bekommen, mal sehen, wie es jetzt weitergeht.Ich hoffe, dass noch alles gut wird.
Vielen Dank nochmal für die Beiträge!
VLG Satine
Kommentar von: Dr. Ulrich Waller
Sie müssen an die Abrechnungsstelle einfach schreiben, dass Sie vorher nicht über die PZR aufgeklärt worden sind, auch keine schriftliche Vereinbarung vorgelegt bekommen haben und Kosten dafür erst nach Ausführung an Sie herangetragen wurden.
[Ganz überrumpeln lassen muss man sich ja nicht]
Sie müssen an die Abrechnungsstelle einfach schreiben, dass Sie vorher nicht über die PZR aufgeklärt worden sind, auch keine schriftliche Vereinbarung vorgelegt bekommen haben und Kosten dafür erst nach Ausführung an Sie herangetragen wurden.
[Ganz überrumpeln lassen muss man sich ja nicht]
Kommentar von: Dr. Alexander Hartmann
Hallo nochmal,
nicht SIE müssen nachweisen, dass Sie NICHT aufgeklärt wurden, sondern der ZAHNARZT muss nachweisen, DASS er Sie aufgeklärt hat, meist anhand einer schriftlichen vereinbarung, die Sie bei routinebehandlungen (und das ist eine PZR) auch mindestens 24h bekommen haben müssen und dann unterschrieben sein muss (von Ihnen!!). das abrechnungszentrum wird wohl keine rechnung eintreiben, zu der es keine vereinbarung gibt - also widersprechen Sie ruhig, ich denke SIe haben sehr gute chancen. wahrscheinlich biegt das abrechnungszentrum das sogar für Sie gerade.
mfg
Hallo nochmal,
nicht SIE müssen nachweisen, dass Sie NICHT aufgeklärt wurden, sondern der ZAHNARZT muss nachweisen, DASS er Sie aufgeklärt hat, meist anhand einer schriftlichen vereinbarung, die Sie bei routinebehandlungen (und das ist eine PZR) auch mindestens 24h bekommen haben müssen und dann unterschrieben sein muss (von Ihnen!!). das abrechnungszentrum wird wohl keine rechnung eintreiben, zu der es keine vereinbarung gibt - also widersprechen Sie ruhig, ich denke SIe haben sehr gute chancen. wahrscheinlich biegt das abrechnungszentrum das sogar für Sie gerade.
mfg
Kommentar von: Praxis Sandra Müller
die frge ist noch, wenn der zahn durch die entfernung des weisheitszahnes frakturiert ist, wer u.U. die krone zahlt. eine aufklärung über die risiken einer zahnentfernung hat ja wohl nicht stattgefunden.. ich weiß leider nicht, wer da die kosten trägt, mir ist sowas zum glück noch nicht passiert. aber ausm bauch raus sage ich jetzt mal, wenn die patientin NICHT aufgeklärt wurde über das risiko, dann trägt der behandler die kosten...
die frge ist noch, wenn der zahn durch die entfernung des weisheitszahnes frakturiert ist, wer u.U. die krone zahlt. eine aufklärung über die risiken einer zahnentfernung hat ja wohl nicht stattgefunden.. ich weiß leider nicht, wer da die kosten trägt, mir ist sowas zum glück noch nicht passiert. aber ausm bauch raus sage ich jetzt mal, wenn die patientin NICHT aufgeklärt wurde über das risiko, dann trägt der behandler die kosten...
Kommentar von: Dr. Dirk Haubold
Hallo,
eine unglaubliche Geschichte, allerdings auch unglaublich, was Sie sich alles gefallen lassen, ohne was zu sagen. Dass ein Zahn mit einer größeren Füllung während einer OP frakturiert, kann ja mal passieren, dass die anschließende Krone 1500,- kosten soll, ist schon heftig und das alles noch unter dem bleibenden Eindruck einer Weisheitszahn-OP. Warum lassen Sie sich denn nicht von Ihrem Hauszahnarzt behandeln? MfG
Hallo,
eine unglaubliche Geschichte, allerdings auch unglaublich, was Sie sich alles gefallen lassen, ohne was zu sagen. Dass ein Zahn mit einer größeren Füllung während einer OP frakturiert, kann ja mal passieren, dass die anschließende Krone 1500,- kosten soll, ist schon heftig und das alles noch unter dem bleibenden Eindruck einer Weisheitszahn-OP. Warum lassen Sie sich denn nicht von Ihrem Hauszahnarzt behandeln? MfG
Kommentar von: Dr. Ulrich Waller
Denke, es war ein Kieferchirurg. Warum der Hauszahnarzt aber mit so ´nem scheinbaren Grobcharkter zuammenarbeitet, verstehe ich nicht?!
Denke, es war ein Kieferchirurg. Warum der Hauszahnarzt aber mit so ´nem scheinbaren Grobcharkter zuammenarbeitet, verstehe ich nicht?!
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