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Zahnärzte
Liebe Zahnärzte in diesem Forum, mein Sohn (er wird Ende März 3) hat eine Karies im Zwischenraum zwischen den beiden Vorderzähnen. Ich habe vor ca. 5 Woche eine Verfärbung entdeckt und bin sofort zum Zahnarzt mit ihm. Leider bin ich gerade erst umgezogen und habe hier noch keinen Arzt meines Vertrauens. Mein Sohn ist leider recht schüchtern und machte bei der ersten Zahnärztin den Mund nicht auf. Deshalb bin ich zu einer Kinderzahnärztin gegangen. Heute, beim zweiten Versuch bei dieser, hat er auch nicht wirklich kooperiert, doch sie hatte die Möglichkeit, die Frontzähne von außen und innen zu fotografieren. Die Karies beschränkt sich wirklich auf den Zwischenraum zwischen den beiden Schneidezähnen und ist noch nicht sehr tief. Allerdings hat sie sich meiner Meinung nach seit dem Entdecken vor 5 Wochen bis jetzt vergrößert. Die Ärztin sagte uns nun, wir müßten unseren Sohn unter Vollnarkose behandeln lassen, was mir sehr widerstrebt. Er hat bis auf diese Karies keine weitere. Die Ärztin meinte, es sei keine kleine Karies, aber sie sei auch noch nicht sehr tief. Ich habe gefragt, ob es keine andere Möglichkeit zur Sedierung gäbe und sie sagte, bei Kindern in dem Alter wäre nur eine Vollnarkose möglich. Ich mache mir Gedanken, warum mein Sohn so früh Karies aufweist. Ich selbst habe sehr schlechte Zähne, habe deshalb immer auf seine geachtet. So habe ich seit dem ersten Zahn seine Zähne zweimal täglich geputzt, verwende seit seinem zweiten Lebensjahr eine Sonicare, weil ich sicher gehen wollte, dass die Zähne wirklich gut geputzt werden. Er hat nie süße Säfte aus der Flasche getrunken und nur bis kurz nach seinem ersten Lebensjahr Milch. Ich fühle mich schrecklich aufgrund dieser Diagnose und habe wahnsinnige Angst vor einer Vollnarkose. Es kann doch nicht sein, dass ein solcher Eingriff nicht anders gemacht werden kann. Mein Sohn ist nicht behandlungswillig, das ist leider wahr, obwohl ich denke, dass das mit etwas mehr Vertrauen zur behandelnden Ärztin vielleicht auch anders wäre, aber soviel Zeit nimmt sich wohl kein Arzt. Aber einem so kleinen Kind gleich eine Vollnarkose zuzumuten kann doch auch nicht der richtige Weg, oder? Ich wäre Ihnen sehr dankbar über eine Antwort! Herzliche Grüße Mirjam
Patientenfrage
gestellt vor 3 Monaten
letzte Antwort vor 3 Monaten
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- taggs:
- Karies
Antworten zu Behandlung Karies bei knapp 3-jährigem
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Dr. Dirk Haubold
Hallo,
wenn die Karies nur an diesem einen Zahn ist und auch noch nicht so tief, dann ist doch noch Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Herantasten. MfG
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Praxis Carmen K. Emmerich
Hallo,
ich kann Sie gut verstehen und musste noch nie ein Kind unter Vollnarkose behandeln, auch keine 3 jährigen. Es gab aber welche, die sich nicht haben behandeln lassen.
Mit viel Zeit, Geduld und oft auch mehrfachen Versuchen klappt es fast immer.
Hängt sicher viel von der Selbstverständlichkeit ab, mit der Sie Ihrem Sohn das vermitteln und auch, dass sich Ihre Ängst nicht übertragen.Man kann dem Kind auch während der Behandlung Ablenkungsgeschichten erzählen.
Sehr beliebt ist bei uns z.B. der letzte Urlaub, was das Kind gerne hat, was nicht. Wenn es Sommer mag, erzähle ich dann vom Winter und male den aus, nicht ohne zwischen durch immer wieder zu sagen, dass er nicht an Sommer denken darf, wo es so uns so ist, und dann gehts weiter vom Winter. Ich verwirre damit und lenke ab. So gibt es viele Techniken hypnotischer Art.Das funktioniert alles nur, wenn es gelungen ist, den Kontakt zum Kind ausfzubauen.
Dazu würde ich raten: suchen Sie einen Zahnrzt/ärztin, die in Hypnose bewandert ist. www.dgzh.de
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Dr. Stefan Klaas Zahnarzt im Kreis Böblingen
Guten Morgen!
Ein echter Kinderzahnarzt sollte in der Lage sein, auch ohne Narkose seine Patienten zu versorgen. Vollnarkose und Kinderkronen sind keine Kinderzahnheilkunde! Behutsames Herangehen, Aufklärung, echte Prophylaxe Kosten zwar deren Mühe und Ihr Geld, wären aber angemessen. Und in Ihrem Fall wäre das Stichwort "Kariesmonitoring"....
Mit freundlichem Gruß aus Herrenberg
Dr. Stefan Klaas
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Sandra Müller-Angstzahnärztin-München
ich kann mich der meinung der kollegen nur anschließen, eine narkose für zwei obere milchfrontzähne halte ich für drastisch übertrieben, vor allem, wenn diese lt. zahnärztin noch nicht so groß ist...
mit einer sog. desensibilisierung führt man auch 3 jährige an den zahnarztbesuch heran. in den desensibilisierungssitzungen werden dem kind spielerisch die instrumente gezeigt, mal ein zahn poliert usw.
echte hypnose funktioniert bei 3 jährigen leider noch nicht, aber mit den von der kollegin angesprochenen "geschichten" die die aufmerksamkeit des kindes weg von der behandlung auf positive erlebnisse lenken, funktioniert eine behandlung ausgezeichnet!
das ist die eigentliche aufgabe eines ausgebildeten kinderzahnarztes, abseits der schwachsinnigen und viel zu schnell angeratenen vollnarkosen. natürlich gibt es befunde, bei denen kein weg an der narkose vorbeiführt, abhängig vom sanierungsumfang, aber nicht für 2 milchfrontzähne mit kleiner karies!
Sie sollten das mit der zahnärztin durchsprechen bzw. eine zweite meinung einholen.
wichtig ist, dass sie nach dem beheben des schadens regelmäßige prophylaxe in der praxis durchführen lassen und Ihr engagement in der mundhygiene und ernährung optimieren.
für die behandlung als solche gilt: selbst wenn sie ihre ängste im griff zu haben scheinen vor dem zahnarzt, sollten Sie vermeiden Ihr unbehagen drastisch unterdrücken und sich bestmöglichst in die eigentliche behandlung nicht einmischen.
oftmals versuchen mütter unbewusst ihr kind zu beschützen vor dem behandler indem enger körperkontakt aufgebaut wird, ständig au das kind eingeredet wird mit "beruhigenden" worten usw. das alles lenkt das kind nur ab von der behandlung und so kooperiert es noch weniger. auch für die voruntersuchung sollten Sie sich massiv zurücknehmen und eigentlich ausklinken aus dem eigentlichen geschehen. dann kann das sich das kind auf die stimmen und aktionen des behandlerteams einlassen.
also Sie sind hier auch massiv gefordert die behandlung positiv zu beeinflussen mit dratischer zurückhaltung!
alles gute!
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Liebe Frau Dr. Müller, herzllichen Dank für Ihre ausführliche Antwort! Gerade in dem Punkt, dass ich mich selber während der Behandlung zurücknehmen muß, haben Sie einen wunden Punkt getroffen. Mein Sohn ist sehr schüchtern und auf mich und seinen Vater fixiert. Während der "Behandung" versteckt er sich zumeist hinter mir und will auf meinen Arm. Da fällt es natürlich schwer, sich zurückzunehmen. Man will ihm ja helfen, sich auf die neue Situation und die unbekannten Personen einzustellen. Und ihm zeigen, dass er den Personen vertrauen kann. Aber vielleicht ist das ja die absolut falsche Herangehensweise in dieser Sache?! Können Sie mir denn einen Zahnarzt in der Umgebung von Erding empfehlen? Ich bin gerade erst hergezogen. Da ich selbst schon einige Odysseen hinter mir habe, fällt es mir sehr schwer, meinen kleinen Sohn einem Zahnarzt, den ich selbst nicht kenne, anzuvertrauen. Ich überlege schon, zu meinem Zahnarzt zu fahren, der allerdings 650km entfernt ist und bei dem sich das langsame Kennenlernen als etwas schwierig herauskristallisieren könnte. Deshalb wäre ich für jeden Tipp dankbar. Herzlichen Dank und viele Grüße Mirjam
auf diese Rückfrage antwortenLiebe Frau Dr. Emmerich, herzlichen Dank für Ihre Antwort. Das klingt sehr interessant. Ich bin nicht sicher, ob das bei meinem Sohn schon funktioniert (er wird im März erst 3), aber nach einer vertrauensbildenenden Phase könnte ich mir das schon vorstellen. Was haben Sie denn mit den Patienten gemacht, die nicht behandelt werden konnten? Sicher ist, dass ich die Karies behandeln lassen werde. Wir sind nun natürlich sehr alarmiert, dass er trotz guter Mundhygiene schon so früh Karies hat. Zwischenraumbürstchen und Zahnseide, die sonst immer nur ich verwendet habe, werden nun auch bei ihm zum Einsatz kommen. Und auch eine Prophylaxe wird ab nun natürlich bei ihm vorgenommen - ich hoffe, dass er auch spätestens in einem Jahr so weit ist, dass er bereitwillig zumindest bei einer Prophylaxe mitmacht. Aber soweit müssen wir erstmal kommen. Und so schnell wie die Karies die letzten Wochen fortgeschritten ist, möchte ich natürlich auch, dass das schnellstmöglich gemacht wird. Ich werde nochmal mit der Kinderzahnärztin sprechen, dass eine Vollnarkose nicht in Frage kommt und sehen, ob sie nicht doch bereit ist, etwas mehr Zeit zu investieren. Sonst werde ich mir einen anderen Arzt suchen müssen... Beste Grüße Mirjam
auf diese Rückfrage antwortenHallo Herr Dr. Haubold, das denke ich auch. Obwohl ich schon alarmiert bin, wie schnell die Karies in den letzten 5 Wochen fortgeschritten ist. ich möchte natürlich, dass das so schnell wie möglich gemacht wird, eben damit das Loch nicht noch tiefer wird und eventuell der Nerv angegriffen wird. Die Kinderzahnärztin meinte, wir könnten ja in 2 - 3 Wochen wiederkommen. Aber ein Kennenlernen, das nur alle 2 - 3 Wochen wiederholt wird, kann doch nicht der Schlüssel zum Erfolg sein. Bei einem knapp 3jährigen sind das doch viel zu große Zeitabstände, oder nicht? Wie sollte so ein Kennenlernen Ihrer Meinung nach ablaufen? Beste Grüße Mirjam
auf diese Rückfrage antwortenDr. Dirk Haubold
Zunächst könnte man sich zeigen lassen, wie gut der Kleine schon Zähne putzen kann, später dann alles erklären, da muss ja nicht jedesmal der ZA die ganze Zeit dabei sein
auf diese Antwort Bezug nehmenEmpfehlungen: 38
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Dr. Darius Moghtader PDT Laser Ozon MIMI Implantate
Schauen Sie mal hier:
http://www.zahnarzt-empfehlung.de/artikel/id/80139
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Sandra Müller-Angstzahnärztin-München
hallo mirijam! ich weiß, dass ich damit den wunden punkt getroffen habe( vor allem weil Sie gesagt haben, Sie hätten Ihre angst im griff...)
Sie erleitern Ihrem kind keineswegs vertrauen zu fassen, indem sie ihn beschützen! Sie machen es ihm unnötig schwer!
ich persönlich würde nach münchen reinfahren. meine persönliche empfehlung wäre dr. beatris zagrean
Max-Planck-Straße 3 81675 München
00498944760544
alles gute!
das ist eine ausgebildete kinderzahnärztin die ausschließlich kleine behandelt. und Sie MÜSSEN sich zurücknehmen, sonst geht gar nichts!
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Hallo Herr Dr. Moghtader, vielen Dank für den Link. Da waren noch ein paar sehr gute Punkte drin, die ich beherzigen werde. Beim ersten Zahnarztbesuch habe ich mich zunächst untersuchen lassen und er durfte zuschauen. leider hat ihn das nicht animiert ;-) Es ist allerdings so, dass er keine Angst vorm Zahnarzt hat. Genau wie bei Ihnen beschrieben, habe ich nie negative Dinge über Zahnärzte gesagt und ihn eher motiviert. So hat uns z.B. auch die Tochter einer Nachbarin, die schon sechs ist, erzählt, wie toll der Zahnarzt ist und dass er eine Wunderpaste hat, die nicht gut schmeckt, aber Zauberkräfte hat und dass man eine Münze nach der Behandlung bekommt, mit der man sich an einem Automaten ein Geschenk holen kann, etc. Mein Sohn freut sich, wenn ich sage, wir gehen zum Zahnarzt. Nur wenn wir dann im Behandlungsraum sind, ist er sehr schüchtern. Naja, ich werde es weiter versuchen und ihren Artikel dabei beherzigen! Beste Grüße...Mirjam
auf diese Rückfrage antwortenLieben Dank! Ich werde beherzigen, was Sie gesagt haben und hoffe, dass es dann klappt. Gerade, weil ich weiß, dass ich meine Angst nicht wirklich im Griff habe, ich aber natürlich versuche, ihn das nicht spüren zu lassen. Er weiß, dass er ein Loch im Zahn hat und dass nur der Zahnarzt das wegmachen kann. Ich hoffe, wir finden einen Zahnarzt, der sich die Zeit nimmt, sein Vertrauen zu gewinnen und ich werde mich dann auch zurückhalten :-) Viele Grüße Mirjam Viele Grüße Mirjam
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