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Zahnärzte
Ich soll eine Krone auf einem Implantat auf dem 46 Zahn bekommen. Habe 2 Zahnärzte kontaktiert. Der eine bietet eine Vollkrone als Vollkeramikkrone auf einem Straumann Implantat an. Der andere eine Vollkrone als Tangentialpräparation, also wie er erklärt mit einer nur am Rand Keramik verblendeten Version auf einem Frialit/XiVE TG Implantat an. Begründung bei ihm für die auf den Bissflächen nicht mit Keramik verblendeten Krone: Ich hätte einen harten Aufbiss, so dass eine Vollkeramikkrone an der Bißfläche kaputt gehen könnte. Ist so etwas glaubwürdig? Gibt es zwischen den beiden Systemen bedeutende technische Unterschiede? Eigentlich wollte ich nicht ca. 2.400 € für ein Implantat mit Krone ausgeben, wenn das am Ende wie eine Amalgamfüllung aussieht. Habe ich irgend etwas falsch verstanden?
Patientenfrage
Frage aus Zahnarzt Community Hamburg
gestellt vor 4 Monaten
letzte Antwort vor 4 Monaten
gelesen 278 mal
- taggs: Einheilzeit Implantat
- Zahnkrone
Antworten zu Vollkeramikkrone auf Implantat
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Dr. Rainer Ostermaier, TTS Implantologie, Kieferorthopädie
Hallo Mopi,
beide Implantatsysteme sind o.k.
Die Frage, ob Keramikkaufläche oder nicht, ist teilweise ein Glaubenskrieg!
Ich mache (fast) nur Keramikkauflächen. Wichtig ist, dass die Okklusion auch wirklich gut eingestellt ist.
Ein Restrisiko von Keramikabplatzern (Chipping) gibt es grundsätzlich immer (nicht nur auf Implantaten)!
Alles Gute aus Bad Griesbach!
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Dr. Dirk Haubold
Hallo,
dann gehen Sie das Restrisiko ein, so hoch sollte es nicht sein, wenn man alles beachtet. Außerdem kann die Keramik auch an der Seite abplatzen. MfG
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Zahnärzte-Team für Ästhetische Zahnmedizin, Ulrich Waller und Elisabeth M. Sommer - Angstzahnärzt
hallo mopi,
ich kann kollegen ostermaier nur beipflichten. auch wir machen nur kermikkauflächen. wichtig ist nur, dass die kauflächengestaltung- und belastung sehr exakt ausgearbeitet wird (weil implantate keinerlei phyiologische ´nachgiebigkeit´ wie bem natürlichen zahn besitzen) und so die aufkommenden kaukräfte deutlich mehr kraftpotential auf die keramikkaufläche haben. bei einer gut eingestellten okklusion sind keramikkauflächen aber sehr gut tolerierbar. (letzendlich sollte dies aber immer situativ unter kenntnis aller individuellen parameter entschieden werden).
alles gute aus münchen!
mit freundlichen grüssen
ulrich waller
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Dr. Alexander Zill
Hallöle,
die beiden Implantate sind beide wohl anerkanntund gut.
Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit Straumann gemacht. Die breite Schulter ist auch für Vollkeramik eine sichere Abstützung. Ich selbst bevorzuge auch klassische Verblendkeramik auf Metallgerüst, aber beides ist möglich. Bei einem harten Biß ist ein Metallgerüst für manche sinnvoll, weil dadurch die Keramik der Kaufläche zusätzlich unterstützt wird (nur im nicht sichtbaren bereich) und so auch leichter eine komplett zahnfarbene Oberfläche der Kauebene möglich ist. Außen sollte es eh zahnfarben sein.
Aber wie auch meine Vorredner gesagt haben: Weiß bleibts nur, wenn die Bißhöhe und die kaubewegungen beachtet werden und die Krone von der Höhe perfekt paßt. Sonst bröselts irgendwann.
Grüße
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Hallo Herr Dr. Zill, wie muss ich mir denn die Optik der Kauoberfläche bei Metallgerüst vorstellen? Wie eine Amalgamfüllung? Wie sichtbar ist der Unterschied zur Vollkeramikoberfläche? Viele Grüße
auf diese Rückfrage antwortenDr. Rainer Ostermaier, TTS Implantologie, Kieferorthopädie
Mehr golden oder silbrig glänzend - das hängt vom verwendeten Metall ab.
auf diese Antwort Bezug nehmenEmpfehlungen: 13
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Dr. Alexander Zill
Hallöle,
das Gerüst ist aus Metall und an dem Innenrand stärker konturiert. Es ist nur ein Unterbau, der vollständig von Keramik ummantelt wird und nach außen bis auf den inneren Rand nicht sichtbar ist. Also: Außen weiß, innen Metall. Wie eine Mozartkugel: Außen Schokolade, innen unsichtbar die Marzipan/Pistazienfüllung. Von Außen ist schwer ein Unterschied zur Vollkeramik erkennbar, aber ich gebe zu, daß man dafür einen versierten Zahntechniker braucht.
Bei starken Bruxern (das sind die, die so stark mit den Zähnen knirschen) kann eine Metallkaufläche aus Gold (nicht aus Metall - das ist härter als Zahnschmelz) möglich und sinnvoll sein, die beim Knirschen abreibt und so die gegenüberliegenden Zähne schützt. Das ist aber nur sehr selten wirklich nötig. Diese Technik hatte Kollege Ostermeier im Hinterkopf mit seiner kurzen Antwort.
Ich bleibe dabei: Metallkern, verblendet und vollständig zahnfarbene Zahnoberfläche ist immer noch mein Favorit.
Grüße
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