Fluoridierung Ja, aber richtig!
Karies entsteht durch das Zusammenwirken von kariesauslösenden Mikroorganismen auch Plaque genannt, unzureichender Mundhygiene und Fehlernährung. Neben diesen Hauptfaktoren
gibt es zahlreiche weitere Einflüsse, die die Kariesentstehung und die Kariesentwicklung begünstigen. Heutzutage ist es möglich,
durch unterschiedliche Maßnahmen die Karies
entweder zu verhindern oder bereits bestehende,
wenig ausgeprägte kariöse Stellen zum Stillstand zu
bringen. Die wichtigste Maßnahme ist die regelmäßige, gründliche Entfernung des bakteriellen Biofilms ( Plaque ). Dabei sollte die Zahn Oberfläche mit Fluoriden versorgt werden, diese reagieren mit der Zahnoberfläche und verringern die Kariesquote. Fluoride werden in unterschiedlicher Form entweder
vom Patienten zu Hause oder aber in der Zahnarztpraxis
verwendet. Dabei hat sich die Sichtweise bezüglich der Wirkung aufgrund zahlreicher Untersuchungen geändert. Dachte man früher,dass hauptsächlich das vor dem Zahndurchbruch eingebaute Fluorid prophylaktisch wirksam wäre,so ist heute wissenschaftlich belegt, dass vornehmlich
die nach dem Zahndurchbruch auf die Zahnoberfläche
einwirkenden Fluoride für deren prophylaktischen
Effekte verantwortlich sind.
- Deshalb ist es heute wissenschaftlich obsolet Babys und Kleinkindern Fluoridtabletten zu verabreichen! Leider ist diese Tatsache bei vielen Kinderärzten bis heute noch nicht angekommen und es werden nach wie vor Kombinationspräparate von Vitamin D+ Fluorid verordnet!
Fluoride werden über fluoridiertes Speisesalz, fluoridhaltige Zahnpasta, Fluoridtabletten, fluoridierte Mundspüllösungen,
fluoridhaltige Gele und Fluoridlacke in die Mundhöhle eingebracht und können dort mit der Zahnoberfläche reagieren. Fluoridierungsmaßnahmen zielen darauf ab, eine möglichst optimale Karies Prävention zu erreichen. Dabei lässt sich nicht vermeiden, dass fluoridhaltige Präparate auch zum Teil verschluckt werden. Dies gilt insbesondere für kleine Kinder bis zum Alter von vier Jahren.Überhöhte Aufnahmen von Fluoriden können dann an den bleibenden Zähnen zu ästhetischen Beeinträchtigungen in Form von weißen Schmelzflecken führen. Deshalb sollten definierte Grenzwerte nicht überschritten werden. Die entsprechenden Informationen können Sie von Ihrem Zahnarzt erhalten. Generell ist es für eine gute prophylaktische Wirkung der Fluoride notwendig, diese fortwährend anzuwenden.
Diese dauernde Anwendung ist zum Beispiel
durch die tägliche Anwendung fluoridhaltiger Zahnpasta
gewährleistet. Bei gründlicher Zahnreinigung mit der Zahnbürste werden dabei auch kariesauslösende
Bakterien von der Zahnoberfläche entfernt, und zusätzlich wird Zahnfleischentzündungen vorgebeugt.
Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes bis
zum Durchbruch des ersten bleibenden Zahnes sollten
Zahnpasten mit einer niedrigen Fluoridkonzentration
(0,05 % Fluorid) verwendet werden. Dabei
sollte bis zum zweiten Geburtstag nur einmal täglich
mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta geputzt werden. Nach Durchbruch der ersten bleibenden
Zähne kann dann mit einer Erwachsenenzahnpasta
(0,10–0,15% Fluorid) mindestens zweimal täglich eine Zahnreinigung erfolgen.Da kleine Kinder noch nicht richtig ausspucken können, verschlucken sie einen Teil der Zahnpasta.Deshalb sollte bis zum zweiten Lebensjahr nur eine geringe Pasten Menge verwendet werden.
Außerdem können zusätzliche Fluoridierungsmaßnahmen
erfolgen. So kann zum Beispiel ab
dem Schulalter ein Fluoridgel oder eine Fluoridspülung
benutzt werden. Je nach Präparat wird dieses
täglich oder wöchentlich verwendet.
Durch den Zahnarzt kann ein Fluoridlack oder Fluoridgel auf die Zähne aufgetragen werden. Das Auftragen dieser Präparate geschieht normalerweise zweimal jährlich und kann schon im Kindergartenalter begonnen werden. Bei Kindern mit erhöhtem Kariesrisiko können Gel oder Spüllösung mehrfach wöchentlich zu Hause verwendet werden, oder es können Fluoridlack bzw. Fluoridgel mehrmals jährlich in der zahnärztlichen Praxis aufgetragen werden. Die oben genannten Fluoridierungsmaßnahmen schützen
vor Karies, eine regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt ist dennoch erforderlich um eine eventuelle, beginnende Karies rechtzeitig zu behandeln.
Artikel von:
ZA-PRAXIS MUNDGESUND CARL BERNHARDT
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10779 Berlin-Schöneberg - Telefon: 030 / 214 14 14
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