Der innerste Teil des Zahns besteht aus der so genannten Pulpenhöhle in welcher sich die Zahnpulpa bzw. das Zahnmark befindet. Das von den Zahnhartsubstanzen (Zahnschmelz und Zahnbein) umhüllte Bindegewebe ist von Nervenfasern, sowie Lymph- und Blutgefäßen durchzogen.
Die Pulpa ist damit für die Ernährung des Zahnes zuständig.
Die häufigste Erkrankung des Zahnmarks ist hierbei die Pulpitis.
Es existieren diverse Ursachen für diese Entzündung der Zahnpulpa.
So können mechanische, thermische oder chemische Reizungen, wie sie unter anderem bei einer Zahnbehandlung vorkommen können, ebenso Entstehungsmöglichkeit, wie auch durch das Eindringen von Bakterien durch Zahnschmelz und Dentin-Durchbrüchen oder durch Risse und Frakturen an der Zahnsubstanz als Verursacher, sein.
Unterschiede gibt es weiterhin zwischen der reversiblen und irreversiblen Pulpitis. Hierbei kommt es grundlegend auf das Stadium, also auch den Zeitpunkt der Behandlung an. Je nach Einschätzung des behandelnden Arztes wird die nachfolgende Entscheidung über die zu ergreifenden Behandlungen getroffen.
Symptome einer reversiblen Pulpitis sind kurze Schmerzen und eine Berührungsunempfindlichkeit des Zahns. In diesem Fall gereicht zumeist eine Behandlungstherapie die sich auf die Erholung des betroffenen Nervs fokussiert.
Sind die Schmerzempfindungen dauerhaft, tritt eine Schmerzlinderung durch Kühlung ein, besteht ein permanenter pulsierender Schmerz und herrscht eine Lokalisierbarkeit des betreffenden Zahnes vor, handelt es sich meist um eine irreversible Pulpitis, bei welcher eine Wurzelkanalbehandlung (endodontische Behandlung) durchgeführt werden muss.

Prof. Dr. Norbert Linden über Schwerpunkte, Spezialgebiete und Lieblingsdisziplinen in der Zahnmedizin