Die heutige Zeit ist vor allem durch Rasanz geprägt: Coffee-To-Go und Fast Food sind heutzutage aus dem geschäftigen Alltag nicht mehr wegzudenken. Dies bedeutet zum einen natürlich Stress für Körper und Geist, aber auch eine grundsätzlich veränderte Ernährungskultur.
Vor allem bei Jugendlichen in der Pubertät findet die neue Esskultur großen Anklang, mit den bekannten Folgen von Übergewicht und vielen weiteren Nebenerscheinungen. Eine dieser Seiteneffekte, der nicht so häufig in den Medien präsent ist, sind die Einflüsse des Fast Foods auf die Zahngesundheit.
Üblicherweise enthalten die angebotenen Fast Food Produkte eine hohes Maß an Energie, also Zucker, aber so gut wie keine Nährstoffe. Beide Faktoren haben direkten Einfluss auf die Zahngesundheit.
Der hochanteilige Zucker entkalkt durch seine bakterielle Umwandlung im Mundraum den Zahnschmelz und sorgt somit für die Bildung von Löchern in den Zähnen.
Da darüber hinaus die Nährstoffe in den Fast Food Produkten mehr als überschaubar sind, stellt sich bereits kurz nach dem Verzehr das Hungergefühl wieder ein, wodurch eine hohe Frequenz von Nahrungsaufnahmen erfolgt.
Ergebnis: Die Zähne werden durch die wiederholte und schnelle Aufnahme dieser Lebensmittel praktisch mit Zucker permanent „attackiert“.
Ein Verbot von Fast Food bringt bekanntermaßen oft eher wenig. Die einzige Möglichkeit für die Erziehungsberechtigten ist daher die im Kreis der Familie zu sich genommnen Mahlzeiten so zuckerarm wie möglich zu gestalten.
Wie auch in anderen medizinischen Disziplinen empfehlen auch die Zahnärzte für den Erhalt der Zahngesundheit Gemüse, Wasser zum Trinken, sowie Obst und auch Brot.

Prof. Dr. Norbert Linden über Schwerpunkte, Spezialgebiete und Lieblingsdisziplinen in der Zahnmedizin