Laserfluoreszenz in der Kariesdiagnostik

Der Beitrag wurde von Zahnärzte Dr. S. Gramatzki & D. Haensch in Berlin Spandau veröffentlicht. Dieser Zahnarzt-Artikel wurde 1966 mal gelesen.




Wenn die Kariesbakterien die Zerstörung der Zahnhartsubstanz auf der Kaufläche gerade erst begonnen haben, ist die initiale Karies oder eine "Hidden Caries" (Karies unter einer intakten Schmelzoberfläche) bei der klinischen Untersuchung mit bloßem Auge und spitzer Sonde noch nicht zu erkennen. Auch die Bissflügelaufnahmen der Röntgendiagnostik helfen bei initialer Kauflächenkaries nicht weiter, sie sind für den Approximalraum ein geeignetes Mittel.
Hier kann jedoch der Diagnose-Laser helfen die Karies bereits im frühen Stadium zu erkennen, und gleichzeitig eine Aussage über die Tiefe der Läsion zu machen.

Wie funktioniert die Laserfluoreszenz?
Fluoreszenzerscheinungen entstehen, wenn durch die Einwirkung von Strahlungsenergie Moleküle angeregt werden. Gesunde Zahnsubstanz zeigen eine schwächere Fluoreszenz als kariöse Bereiche mit den darin enthaltenen Stoffwechselprodukten der Bakterien.

Voraussetzung für exakte Messergebnisse ist die intraorale Kalibrierung an einer gesunden Zahnfläche. Die Zähne müssen vorher professionell gereinigt werden. Durch Zahnstein, Verfärbungen und Beläge werden die Messergebnisse verfälscht.

Die Karies-Laserdiagnostik ist absolut schmerzfrei.