Zur effektiven Reinigung der Zähne benötigt man neben einer Zahnbürste auch Zusatzstoffe, welche chemisch und mechanischer reinigend wirken. Grundsätzlich erfüllen fast alle Zahnpasten diese Anforderungen, sie unterscheiden sich oft nur in Farb- und Geschmacksstoffen.
Zahnpasta dient hauptsächlich dazu Beläge von der Zahnoberfläche zu entfernen. Ihr werden zur besseren Wirkung des Reinigungsvorgangs wasserbenetzende Mittel und Polierstoffe zugefügt. Bei den heute gebräuchlichen Pasten erfolgt eine Anreicherung mit den vor Karies schützenden Fluoriden.
Achten Sie auf den RDA-Wert einer Paste. Dieser gibt an, wie stark die Zahnpasta ihre Zähne „abschmirgelt". Niedrige Werte sind zu bevorzugen. Ein hoher Anteil an Schmirgelstoffen oder gar "Anti-Raucherbelag-Pasten" mögen zwar kurzfristig die Zähne aufhellen, auf Dauer schädigen sie aber den Zahnschmelz. Außerdem ist die Grundzahnfarbe genetisch festgelegt. Eine gewünschte Aufhellung sollte dann lieber mit seriösen Bleichmethoden in einer Zahnarztpraxis erfolgen. Generell wird beim Zähneputzen die Zahnpasta oft nicht effektiv angewandt. Die meisten Menschen spülen den Mund nach dem Zähneputzen gründlich mit Wasser aus. Besser ist es aber, die Zahnpasta nach dem Putzen nur auszuspucken oder so wenig wie möglich zu spülen.

Prof. Dr. Norbert Linden über Schwerpunkte, Spezialgebiete und Lieblingsdisziplinen in der Zahnmedizin